Wir kürzen keine Fördermittel, obwohl wir nicht immer mit allem einverstanden sind

„Den Geldhahn ausgerechnet dann zuzudrehen, wenn die Ergebnisse nicht zur eigenen Ideologie passen, ist ein fatales Signal.“

Dass wir gerade jetzt in der Krise die besten Köpfe brauchen, wer wollte das bestreiten? Umso unverständlicher ist, dass jetzt die Industriellenvereinigung (IV) dem WIFO den Geldhahn zudreht, vordergründig weil gespart werden muss. Sollte es wirklich „nur“ ums Sparen gehen, fragt sich, ob die IV nicht am falschen Ende spart. Gerade jetzt brauchen wir eine Debatte mit unterschiedlichsten Ansätzen, um einen guten Weg aus der Krise zu finden. Zuletzt hat es zunehmend Kritik aus Kreisen der Industrie an Meinungsäußerungen von WIFO-Mitarbeitern zur Vermögensbesteuerung gegeben. Ganz offiziell hat das WIFO dazu im Auftrag der Sozialpartner das „Weißbuch für Wachstum und Beschäftigung“ erarbeitet.

Sollen unliebsame Wissenschaftler abgestraft werden, weil ihre Meinung nicht passt?  Bisher gab es den gesellschaftlichen Grundkonsens, dass ein wichtiges wissenschaftliches Institut eine brei­te Basisfinanzierung bekommt, um unabhängig forschen zu können. Den Geldhahn ausgerechnet dann zuzudrehen, wenn die wissenschaftlichen Ergebnisse nicht zur eigenen Ideologie passen oder wenn sich WIFO-Mitarbeiter eine eigene Meinung erlauben, ist ein fatales Signal: Der Grundsatz „Geld regiert die Welt“ ersetzt die „Freiheit von Meinung und Forschung“.

Auch wir von der AK sind nicht mit allem einverstanden, was vom WIFO kommt. Für uns war das aber nie ein Grund, unsere Förderung zu kürzen. Die Debatte außerhalb und innerhalb des WIFO lebt von unterschiedlichen Positionen. Wir möchten auf diese Unterschiede und auf die Freiheit des WIFO nicht verzichten. Ich hoffe, die IV bei genauerem Überlegen auch nicht.

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