Webfilter sind nur ein Hilfsmittel, aber eines, das auch bei uns funktionieren würde

„Mit dieser Woche hat Österreich das strengste Gesetz betreffend Kinderporno­grafie im Netz.“

Die Kinderpornografie ist ein globales Geschäft, das sich durch das Internet leichter abwickeln lässt. Musste man sich früher noch in die Hinterzimmer einschlägiger ­Video­theken begeben, reichen heute eine Suchmaschine und eine Kreditkarte aus, um in die virtuellen Hinterzimmer zu gelangen. Der Zugang ist ein leichter – und damit auch die Konsumentenschar größer. Doch nicht jeder ist ein Pädophiler. Aus unserer ­Ermittlungsarbeit wissen wir, dass 80 Prozent der Nutzer Zufallskonsumenten sind und dazu technisch nicht wirklich versiert.

Aus Sicht der Strafverfolgungsbehörde sollten wir jede ­Möglichkeit nutzen, um Kinderpornografie einzudämmen.  Unsere wichtigste Mission ist natürlich das Entdecken und Befreien der gepeinigten Kinder, doch hier können wir den ausländischen Behörden nur Tipps geben. Denn die Produzenten und Vertreiber der Ware sind nicht in Österreich. Hier sind „nur“ die Konsumenten. Und ich denke wohl, dass die – wenn sie ein eindringliches Stoppschild am Bildschirm haben – zweimal überlegen, ob sie eine Umfahrung suchen sollen, um zu diesen Angeboten zu kommen. Als Behörde sollten wir jede Möglichkeit nutzen, diese Web-Sümpfe trockenzulegen und die Betreiber in ihrem Geschäft stören.

Webfilter sind nur ein Hilfsmittel, aber eines, das auch bei uns funktionieren würde. Noch etwas möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: Mit dieser Woche hat Österreich das strengste Gesetz betreffend Kinderporno­grafie im Netz. Allein das wissentliche Ansehen (kein Download erforderlich) steht unter Strafe. Das ist löblich, aber die Strafen selbst sind am untersten Ende im europäischen Vergleich. Was soll erlaubt sein im Internet? Alles, was im echten Leben auch erlaubt ist, Kinderpornografie also sicher nicht.

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