Transparenz ist ein sehr wichtiges Element auf dem Weg zur Einkommensgleichheit

„Wie bei ­vielen anderen Themen wird auch hier unbegründet Angst geschürt.“

Die Einkommensunterschiede zwischen Frau­en und Männern sind nicht akzeptabel, die Frauenministerin hat einen sehr guten Vorschlag gemacht, um sie zu bekämpfen. Die anonyme Offenlegung der Einkommen in Betrieben ist ein gutes Instrument dafür. Wir wissen nicht erst seit gestern, dass Frauen und Männer für gleiche oder gleichwertige Tätigkeiten unterschiedlich ­bezahlt werden. Wir wissen, dass das viele Gründe hat, von der Bildungswegentscheidung bis zu ­Erwerbsunterbrechungen, Teilzeitarbeit oder ge­ringerer Teilnahme von Frauen an betrieblicher Weiterbildung. Dennoch sind laut ­Arbeiterkammer 15 Prozent der Einkommensunterschiede nicht ­erklärbar. Neben der anonymen Offenlegung der betrieblichen ­Einkommensstruktur verlangt der ÖGB daher – auch kommende Woche beim ÖGB-Bundeskongress – mehr Anstrengungen.

Es muss klar sein, dass die Finanzmarktkrise keine Ausrede dafür sein kann, ­Gerechtigkeit bei Fraueneinkommen auf später zu verschieben.  Wir brauchen eine systematische Arbeitsbewertung, um Arbeitsplätze vergleichbar zu machen; wir brauchen Maßnahmen im Bildungsbereich, damit junge Frauen sich nicht nur für drei Lehrberufe entscheiden; wir fordern den Wegfall der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe. Außerdem verlangen wir einen laufend aktualisierten Lohn- und Gehaltsrechner, damit Frauen feststellen können, welches Einkommen für welchen Beruf üblich ist. Die vorgeschlagene Transparenz ist ein wichtiges Element auf dem Weg zu Einkommensgerechtigkeit. In der politischen Diskussion wurde dieses Ziel leider aus den Augen verloren. Wie bei vielen anderen Themen wird auch hier mit Angst gearbeitet. „Dann wissen alle im Betrieb, wie viel ich verdiene.“ – Diese Angst wird völlig unbegründet geschürt, denn das wird nicht passieren. Wir brauchen eine sachliche Diskussion im Sinne der Frauen, und wir dürfen diese Diskussion nicht aufschieben.

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