Politische Vernachlässigung, fehlerhafte Strukturreform und Missmanagement

„Politisch oktroyierte Neubauten verdoppeln den jetzt schon unverantwortlichen Schuldenberg.“

Nein – aber nur, wenn Kundenbedürfnisse und verkehrs­politisches Augenmaß wieder wichtiger als Baulobby-­Politik werden! Das AUA-Debakel ist Resultat viel zu ­langen Festhaltens an einer Stand-alone-Lösung trotz kritischer ­Bilanzen und internationaler Fluglinienkonzentration. Dieser ignorante Grasser-Schüssel-Kurs hat eine Milliarde Euro vernichtet, mit ungewissem Ausgang.
Dass die ÖBB nahe am Entgleisen sind, hat hingegen andere Gründe: jahrzehntelange politische Vernachlässigung, eine fehlerhafte teure Strukturreform 2004 und Missmanagement – Spekulationsgeschäfte, Immobilien-Verschleuderung, aufgeblähte Strukturen, sündteure Beraterverträge und Abfertigungen etc. Gefährlich ist das politisch oktroyierte Neubaupaket von 18 Milliarden Euro: Nur für einen Teil davon ist zum Beispiel durch Vorbelastungen auf künftige Budgets vorgesorgt. Für den „Rest“ müssen die ÖBB ihren jetzt schon unverantwortlichen Schuldenberg verdoppeln – für Groß­projekte, die vor allem Maschinen beschäftigen.

Schwarz-Blau/Orange schwindelte sich über die Kostenfolgen des Dauer-Spatenstechens bei Koralm- und Brenner-Tunnel etc. einfach hinweg.  Rot-Schwarz stellt diese Projekte nicht infrage, obwohl die Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene und damit die Auslastung in den Sternen steht. Österreich braucht endlich eine ÖBB-Politik nach Schweizer Muster: flächendeckende hohe Lkw-Maut, dichtes Angebot, hohe Qualität, die Fahrgäste werden hofiert statt abkassiert, und gebaut wird, was nötig ist und nicht, was Landeskaiser wünschen. Damit nicht wie bei der AUA ein Milliardengrab auf Kosten der ÖsterreicherInnen das Ende der ÖBB wird.

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