Nun kommen arge realwirtschaftliche Finanzkrise-Folgen

„Eine effek­tive Regulierung bzw. ­Beobachtung der Finanzmärkte ist am wichtigsten.“

Die Finanz- und Wirtschaftskrise, die seit Herbst 2007 schwelt, hat im zweiten Quartal 2008 auf die Realwirtschaft übergegriffen und inzwischen eine Intensität erreicht, die eine Verlängerung der schon vorhandenen Rezession in Europa bis weit in das Jahr 2009 erwarten lässt. Die Frühindikatoren, wie z. B. die Auftragseingänge, zeigen, dass in Österreich der Höhepunkt der Krise im dritten ­Quartal 2008 noch nicht erreicht war und wir in den folgenden Monaten mit einer Verschärfung der realwirtschaftlichen Konsequenzen der Finanzkrise rechnen müssen.

In dieser Situation war es richtig und notwendig, dass die 20 ökonomisch wichtigsten Länder der Welt sich zu einer Politik verpflichtet haben, die eine Antwort auf die sich stellenden Herausforderungen sein soll. Neben der Fortsetzung der bisherigen klugen Politik der Zentralbanken, den Garantien der Staaten in Europa und den USA für Sparer und Interbankenkredite und der teilweisen Übernahme von Finanzinstitutionen durch den Staat verpflichten sich die Staaten gegenseitig, Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur zu ergreifen, die eine Stabilisierung der realwirtschaftlichen Krise ermöglichen sollen. Dem internationalen Währungsfonds und der Weltbank werden insbesondere die Schwellen- und Entwicklungsländer anvertraut, deren beschränkte Refinanzierungsmöglichkeiten durch größere Flexibilität ausgeglichen werden sollen.

Ein längerfristiges Projekt ist eine Reform der Finanzmarktaufsichten. Eine effektive Regulierung bzw. Beobachtung der Finanzmärkte wird langfristig der wichtigste aller Beschlüsse der G-20 sein, denn letzten Endes ist die Krise durch einen Mangel an Finanzmarktaufsicht und Delegation von öffentlichen Aufgaben an private Firmen, sprich Ratingagenturen, entstanden. Während es den Anschein hat, dass die Finanzkrise in den USA und Westeuropa ihren Höhepunkt überschritten haben könnte, das Volumen des Interbanken-Geldmarktes sich langsam erhöht bzw. die ­EURIBOR-Rate im Verhältnis zum EZB-Eckzins sinkt und der Verfall des Vertrauens der Sparer in ihre Banken durch die staatlichen Garantien gestoppt werden konnte, werden die realwirtschaftlichen Folgen der Krise – mit einer noch ungeklärten Situation in Zentral- und Ost­europa – zum eigentlichen Problem.

Clinton kündigt Konsequenzen an
 

Aktuell

Heftige Kritik der USA nach Wikileaks-Enthüllungen

Originelle Geschenkidee zur Weihnachtszeit
 

Aktuell

FORMAT verlost drei Bier-Adventskalender

Originelle Geschenkidee zur Weihnachtszeit
 

Aktuell

FORMAT verlost drei Bier-Adventskalender