Migration als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt

„Gäbe es keine Immigration, würde der Anteil an Berufstätigen in Industrieländern sinken.“

Kontinuität und Stabilität – das sind angesichts der Konjunkturprognosen Faktoren, die man mit dem Wirtschaftsjahr 2009 wohl am wenigsten in Verbindung bringt. Die direkten realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise auf die österreichische Volkswirtschaft halten sich bislang noch in Grenzen, die indirekten Folgen sind dafür umso markanter. Der Konjunkturabschwung wird sich in den nächsten beiden Jahren deutlich auf dem österreichischen Arbeitsmarkt zeigen. Gleichzeitig ist aber der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften im öffentlichen wie auch im privaten Sektor unverändert hoch.

Um ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu garantieren, bedarf es auch der Zuwanderung qualifizierter MigrantInnen.  Weltweit gibt es 200 Millionen MigrantInnen, Tendenz steigend. Noch nie zuvor waren so viele Nationen und Menschen aktiv an Migrationsprozessen beteiligt. In Österreich haben etwa 17 Prozent der Bevölkerung Migrationshintergrund. Erst kürzlich prognostizierte der World Migration Report 2008 eine Zunahme von Migrationsströmen in Europa für das Jahr 2009.
Neben dem direkten Einfluss von internationaler Migration auf das jeweilige Herkunftsland – bedingt durch die Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte, aber auch durch die Entlastung geschwächter Arbeitsmärkte – ist sie ein wichtiger Impulsgeber für die Schaffung eines weltweit dynamischen Arbeitsmarktes. Dafür müssen aber die richtigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, etwa probate Ausbildungsprogramme für MigrantInnen und ein offenes und tolerantes Gesellschaftsklima.

Wir müssen uns der tatsächlichen Bedeutung von internationaler Migration bewusst werden – auf nationaler und internationaler Ebene. Gäbe es keine Immigration, würde laut der „International Organisation for Migration“ der Anteil der Berufstätigen an der Gesamtbevölkerung in bereits entwickelten Ländern bis 2050 um 23 Prozent sinken. Wir alle sind aufgefordert, vor diesem Hintergrund eine erfolgreiche Integration der MigrantInnen innerhalb der Gesellschaft, aber auch am österreichischen Arbeitsmarkt zu ermöglichen – im Sinne einer nachhaltigen Sicherung von Kontinuität und Stabilität.

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