Martin Kwaukas Geldtipp: Mit dem Computer auf der Suche nach Trends

Das Erfolgsgeheimnis für ein erfolgreiches Investment klingt einfach: Man muss in guten Börsenphasen voll dabei sein und in Schwächephasen möglichst wenig verlieren. Das ist natürlich leichter gesagt als getan – insbesondere im Jahr 2008, in dem viele Anleger die Gewinne mehrerer Jahre wieder abgeben mussten.

Variable Aktienquote
Der Wiener Fondsmanager Leo Willert versucht das Problem des rechtzeitigen Ein- und Ausstiegs mit einem computergesteuerten Trendmodell zu lösen – und kann auf respektable Erfolge verweisen. Wer Anfang 2002 bei Willerts Flaggschiff, dem C-Quadrat Arts Total Return Global AMI (DE000A0F5G98), 10.000 Euro Startkapital riskierte, ­besitzt heute 14.619 Euro. Zum Vergleich: Mit einem durchschnittlichen Mischfonds liegt man im selben Zeitraum leicht im Minus (siehe Grafik ). Der Unterschied: Ein Mischfonds hält die Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen ziemlich konstant. Willert ­variiert dagegen die Aktienquote je nachdem, welche Signale der Computer gibt, zwischen null und hundert Prozent. Damit kam er sowohl im Krisenjahr 2002 als auch 2008 halbwegs ungeschoren davon.

Glimpfliche Minuswerte
Das Beobachten von Trends ist natürlich kein Patentrezept: Bei plötzlichen Trendwechseln kann das System durchaus auf dem verkehrten Fuß erwischt werden. Und bei einem wiederholten Auf und Ab ist auch der Computer überfordert. Willert hat aber relativ zuverlässig auf langfristige Abwärtsphasen wie im Vorjahr reagiert. Der Fonds lag 2008 mit 6,1 Prozent im Minus – vergleichsweise glimpflich bei einem Absturz des Welt­aktienindex MSCI World von rund 40 Prozent. Willert rechnet vor, dass solch extreme Verluste nur sehr schwer wieder aufholbar sind: Wer 40 Prozent verliert, muss von der tiefen Basis aus wieder fast 70 Prozent dazugewinnen, um erneut auf gleich zu kommen. Bei 50 Prozent Minus müssen sich die Kurse sogar anschließend verdoppeln. Bei einem Verlust von 6,1 Prozent genügen dagegen bereits knapp sieben Prozent Plus, um wieder über Wasser zu kommen.

Computer für Fondsauswahl
Zusätzlich zieht Willert auch bei der Fondsauswahl den Computer zu Rate. Es wird einmal pro Woche in die Fonds umgeschichtet, die gerade eine besondere Stärkephase haben. Im Augenblick rät der Computer zu Biotech-Aktien, ­außerdem zu Pazifik-Fonds ohne Japan-­Anteil und zu Telekom-Branchenfonds; auch bei japanischen Nebenwerten wird der PC fündig. Allerdings wechseln die Trends derzeit sehr häufig, sodass es für Privatanleger schon wegen der hohen Spesen kaum möglich ist, die Fonds kurzfristig zu wechseln. Allerdings sind auch die laufenden Kosten und Managementgebühren der Arts-Fonds nicht gerade gering. Willert hat es aber bisher geschafft, die Spesen wieder zurückzuverdienen. Die insgesamt 46 Prozent Plus seit Start des Fonds sind das, was der Anleger netto verdient hat.

Clinton kündigt Konsequenzen an
 

Aktuell

Heftige Kritik der USA nach Wikileaks-Enthüllungen

Originelle Geschenkidee zur Weihnachtszeit
 

Aktuell

FORMAT verlost drei Bier-Adventskalender

Originelle Geschenkidee zur Weihnachtszeit
 

Aktuell

FORMAT verlost drei Bier-Adventskalender