Keine weiteren Mehrkosten für den Steuerzahler

„Es braucht eine gute Hausflotte, die dem konkurrierenden Markt standhält.“

Es gab bereits vor zwei Jahren Überlegungen, die AUA zu privatisieren und damit einen starken Partner an Bord zu holen. Damals ist man am Widerstand der SPÖ gescheitert und war nicht konsensfähig. Nun, zwei Jahre später, muss man feststellen, dass die Strategie, die AUA als selbständiges Unternehmen am internationalen Flugsektor zu halten, fehlgeschlagen ist. Fehler in der Unternehmensführung führten ebenso zu dieser prekären Situation wie der anhaltende Glaube mancher, dass unserer Flugflotte niemals in ein wirtschaftliches Desaster schlittern würde. Während sich andere Fluglinien längst in strategischen Allianzen ihre Existenz sicherten, verfolgte man hier nach wie vor das Ziel, eigenständig am Markt überleben zu können.

Die Realität hat die AUA und die befassten Gremien schnell eingeholt, und nun ist dringend ein Partner notwendig, um weiterhin als Marke aufzuscheinen. Es braucht klare Lösungen, die Arbeitsplätze und den Standort sichern und eine Weiterentwicklung garantieren. Wien als Tor zum Osten konnte in den vergangenen Jahren immens von der Osterweiterung der EU profitieren. Zahlreiche internationale Unternehmen haben sich aufgrund der geografischen Lage in Wien niedergelassen. Wien braucht nicht nur wegen der wirtschaftlichen Dimension, sondern auch als wachsende Weltstadt einen funktionierenden Flughafen, der allen Ansprüchen gerecht wird, und es braucht eine gute „Hausflotte“, die dem konkurrierenden Markt standhält und profitabel wirtschaftet.

Die AUA und damit 8.000 direkte und weitere geschätzte 50.000 indirekte Jobs können aber nicht durch den Ruf nach mehr Staat gerettet werden, so wie es die SPÖ ständig fordert. Zu hohe Verkaufsbedingungen haben bisher schon die Position der AUA bei den Verkaufsverhandlungen massiv geschwächt. Jetzt muss alles auf den Tisch, denn die Vorgänge der letzten Wochen waren nicht sehr vertrauensbildend. Mit der nunmehrigen Verlängerung des Privatisierungsauftrages bis Jahresende tritt die Bundesregierung für die AUA in Vorleistung. Es braucht nun eine kluge und rasche Entscheidung der Gremien, die keine weiteren Mehrkosten für den Steuerzahler verursachen. Berechtigterweise muss an dieser Stelle auch über die Managementbezüge diskutiert werden. Gute Leistung für ein Unternehmen soll belohnt werden, aber auch bei Fehlleistungen müssen Konsequenzen gezogen werden.

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