In Italien wächst trotz Rauchverbots der Tabaksektor jährlich um 2,6 Prozent

„Die Frage ist, ob tatsächlich alles über Verbote geregelt werden muss und soll.“

Rauchen ist, wie viele andere Dinge auch, tatsächlich nicht gesund. Die Frage ist, ob Medien und Politik in der Lage sind, diese Tatsache über entsprechende effiziente Aufklärung der Bevölkerung freiwillig nahezubringen oder ob tatsächlich alles über Verbote geregelt werden muss. Ich möchte eigentlich weder Teil einer „postdemokratischen Verbotsgesellschaft“ (ein Diktum des Philosophen ­Peter Sloterdijk) sein, noch bereitet es mir große Freude zu sehen, wie sendungsbewusste Denunzianten zu Rettern der – nichtrauchenden – Menschheit hochstilisiert werden.
Der vormalige zypriotische EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou betonte, er ver­stehe, „dass manche Mitgliedsstaaten lieber schrittweise vorgehen. Dies ist in Ordnung, so­lange wir das Ziel im Auge behalten, ein rauchfreies Europa zu schaffen.“ Ein guter Ansatz, wie ich meine. Wenn von der Opposition voll Sorge auf das Rauchverhalten von Kindern und Jugendlichen verwiesen wird, sehe ich dringenden Handlungsbedarf in der Aufklärung durch Elternhaus und Schule, da ein totales Rauchverbot in Lokalen bei 11- bis 14-Jährigen ja wohl nicht wirklich Sinn macht.
Wenn unser Ziel also sein soll, das Rauchen als Zufuhr schädlicher Substanzen negativ zu positionieren, müssen wir überprüfen, ob Verbote in der Lage sind, die Anzahl der RaucherInnen in einem Land zu verringern, denn sonst ist es einfach eine staatliche Machtdemonstration. Italien hat seit 2004 ein totales Rauchverbot in Gaststätten. Einer Studie zufolge zeigte sich am italienischen Tabaksektor zwischen 2004 und 2008 eine jährliche Wachstumsrate von 2,6 Prozent. Ob das ein gesundheitspolitisch erwünschtes Ziel sein kann, bleibt dem geschätzten Leser zur Beurteilung frei!

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