Frauen fördern durch Wirtschaftsförderung

„Wird die ‚erste Reihe‘ im Unternehmen besetzt, kommen meist Männer zum Zug.“

Frauen in Top-Positionen sind rar! Wird die „erste Reihe“ im Unternehmen besetzt, kommen meist Männer zum Zug. Ein Grund dafür – so die Argumentation – sei die geringe Anzahl an qualifizierten Bewerberinnen. Das ist unter anderem ein Resultat der schwierigen Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Österreich. Zum anderen produzieren starke „(Old-)Boys-Networks“ die „gläserne Decke“ für Frauen.

Alte Hüte, die vor allem Frauen selbst nicht mehr hören können. Frauenleben im Jahr 2008 ist noch immer von weniger Lohn für gleiche Arbeit und schlechteren beziehungsweise fehlenden Karrierechancen geprägt. Obwohl Frauen in vielen Ausbildungen schon die Mehrheit der AbsolventInnen stellen, kommt das beim Einkommen und bei der Besetzung von Spitzenpositionen nicht zum Tragen. Daraus folgt: In der Wirtschaft werden die Kompetenzen und Ressourcen von Frauen unzureichend eingesetzt, wodurch sich Unternehmen eine wesentliche Möglichkeit verbauen, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Intelligente Instrumente sind daher dringend notwendig!  Eine international diskutierte und praktizierte Maßnahme, die Einführung von Quoten – so heißt es oftmals –, führe dazu, dass nicht die Besten genommen würden. Aber kommen – mit Blick auf die Männer in den Chefetagen – tatsächlich immer die Bes­ten zum Zuge? Niemand will eine Quotenfrau sein. Frauen wollen einfach gleiche Chancen und gleiche Rechte! Quoten sind – ähnlich den Kennzahlen einer Unternehmensbilanz – lediglich ein Hilfswerkzeug, um Ziele zu erreichen. In der Privatwirtschaft wird Wirtschaftsförderung eingesetzt, um politisch definierte Ziele zu erreichen, wie zum Beispiel innovative Branchen mit Wachstumspotenzial oder strukturschwache Regionen zu stärken. Wirtschaftsförderung kann aber auch dafür eingesetzt werden, der Verwirklichung des Zieles Geschlechtergerechtigkeit ein Stück näher zu kommen. Nimmt die Regierung ihr eigenes Programm ernst, dann muss Wirtschaftsförderung mit Frauenförderung verknüpft werden! Mit diesem finanziellen Anreiz der Wirtschaftsförderung wird es erstaunlich schnell gelingen, in der Privatwirtschaft mehr Frauen in Führungsfunktionen zu etablieren. Es ist Zeit, mutig neue Wege zu gehen!

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