„Es wäre recht und billig, auch aufzulisten,
was Zigtausende unentgeltlich leisten“

Gerechtigkeit kann nicht berechnet werden.

Einen Überblick zu bekommen über vorhandene Transferleistungen, dagegen ist nichts einzuwenden. Auch nicht aus Sicht der Million Menschen, die auch nach deren Erhalt noch in Einkommensarmut leben. Mehr Information kann nicht schaden und wäre schon vor Auszahlung nötig, damit auch jenen Zigtausenden, die derzeit trotz berechtigtem Anspruch ohne Sozialhilfe leben, zukommt, was ihnen zusteht.

Dem Finanzminister geht es um Gerechtigkeit. Er will zeigen, wer etwas leistet, wer gibt und wer vor allem nimmt. Voilà, das große Rechnen kann beginnen. Der Vollständigkeit halber wäre es dann allerdings nur recht und billig, auch aufzulisten, womit Zigtausende Menschen, überwiegend Frauen, unentgeltlich andere und die Gesellschaft fördern: durch die Betreuung von Kindern und kranken oder alten Angehörigen, durch ehrenamtliches Engagement für ein besseres Miteinander …

Je mehr wir rechnen, desto mehr erkennen wir, wie wenig Leistung und Geld voneinander abhängen. Das gilt auch für die Gehälter scheiternder Manager, für Spekulationsgewinne und Erbschaften.

Gerechtigkeit kann nicht berechnet werden, hat neben Leistungsfähigkeit auch Bedürfnisse und Teilhabemöglichkeiten zu berücksichtigen und muss für Ausgleich sorgen: also den Starken nehmen und den Schwachen geben. Das ist nicht nur gutes christliches Prinzip, es sorgt auch, wie unzählige Studien zeigen, für ein besseres Leben aller. Auch mittlere und obere Einkommensschichten profitieren von Gesellschaften, deren Verteilung ausgeglichen ist. Dass das angedachte Transferkonto dazu beiträgt, ist nach aktuellem Stand der Diskussionen zu bezweifeln.

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