Es braucht mehr Realismus in der Wirtschaft

„Wer wirklich dachte, dass es immer nur aufwärts geht, ist nicht zu retten.“

Das Jahr 2009 wird fürchterlich: Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit, Angst. Soziale Konflikte drohen: Reich gegen Arm, Jung gegen Alt und vor allem Inländer gegen Ausländer. Streiks nehmen zu, und der Rechtsruck setzt sich fort, inklusive des lauter werdenden Rufs nach einem starken Mann.

Dieses Horrorszenario wird nicht Realität werden. Im siebt-reichsten Land der Welt findet die Krise auf hohem Niveau statt. Manche von uns werden den Job verlieren, etliche den Gürtel enger schnallen müssen, viele Unternehmen werden bescheidender werden. Aber die Österreicher sind nicht so verschuldet wie die US-Amerikaner, die Wirtschaft ist gut aufgestellt, die Regierung und auch die EU zeigen, dass sie gegensteuern wollen. Die Konsumenten werden das honorieren. Wir werden mit einem blauen Auge davonkommen.

Die Blessur haben wir verdient, weil die Krise zu erwarten war.  Wer wirklich dachte, dass es immer nur aufwärts geht, Jahre und Jahrzehnte, ist nicht zu retten und hat weder in die Geschichte noch in die Bibel geschaut. 2009 wird der Schuss vor den Bug ein notwendiges Korrektiv. 2009 signalisiert, dass es anders werden muss, wenn es besser werden soll:
- Es braucht mehr Realismus , vor allem bei ökonomischen Erwartungen. Wer glaubte, der Finanzmarkt erlöse alle mit möglichst zweistelligen Renditen, ist auf dem Boden der Realwirtschaft gelandet. Gewinne entstehen durch harte Arbeit, der Finanzmarkt wird auf seine Dienstleistung zurechtgestutzt.
-  Es braucht Wirtschaftsfantasie , neue Dienstleistungen und Produkte. Technologiegetriebene, aber auch solche, die Geschäft und Gesellschaft verbinden, Gewinne bringen und Probleme lösen, im Bildungs-, Pflege- oder Ökologiebereich.
- Es braucht mehr Chancen : Qualifizierung, und zwar nicht nur für Eliten, attraktive Jobs und Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen, Bildung für Junge, Ältere, Migranten.
- Es braucht mehr Offenheit für Zukunft, für Internationales, für Fremdes. Das kleine Österreich kann sich nur als international ausgerichtetes Herz Europas positionieren, qualifizierte Zuwanderung inklusive.
- Es braucht mehr Verantwortung : von den Wirtschaftssystemen wie dem Finanzmarkt, von den Managern, von den Konsumenten. Ethische Sprüche reichen nicht, Moral ist gefragt.
Die Soziale Marktwirtschaft ist das erfolgreichste Wirtschafts- und Sozialsystem der Geschichte. Sie wird 2009 locker überstehen.

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