Eine Verschrottungsprämie (auch) für ein gutes Klima

„Fraglich, ob Verschrottungsprämie Neuzulassungen substanziell beleben kann.“

Die Autobranche ist mit rückläufigen Absatzzahlen konfrontiert. Der Pkw-Absatz ging in Europa 2008 um acht Prozent zurück. Die Finanzkrise und die Konjunkturabschwächung reduzieren die Kaufneigung für Neuwagen, auch die Unsicherheit über die politischen Rahmenbedingungen der Besteuerung von Pkws (werden CO2-Emissionen berücksichtigt oder nicht?) sorgt für eine längere Nutzung von Altautos. Die aktuelle Diskussion wird nun von der Verschrottungsprämie für Altwagen dominiert. Deutschland etwa sieht eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro für ein mindestens neun Jahre altes Fahrzeug vor, wenn dieses verschrottet und gleichzeitig ein Neu- oder Jahreswagen ab Euro-4-Norm gekauft und zugelassen wird.
In Österreich ist die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Jahr 2007 um 3,4 Prozent und 2008 um 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Es ist fraglich, ob eine Verschrottungsprämie die Neuzulassungen in Österreich substanziell wiederbeleben und so die Autobranche konjunkturell unterstützen kann.

Der Anteil der in Österreich produzierten Pkws liegt bei nur 0,9 Prozent an der Gesamtflotte,  jener der in Deutschland ­produzierten Fahrzeuge bei knapp 51 Prozent. Die drei großen Autoproduzenten Deutschland, Frankreich und Japan kommen auf 77 Prozent. Die österreichische Konjunktur würde indirekt über die Autozulieferindustrie profitieren, wenn der induzierte Absatz eine zusätzliche Nachfrage entfalten könnte. Werden ­jedoch bereits produzierte Autos abgesetzt, entfällt dieser Effekt. Eine nach deutschem Vorbild gestaltete Verschrottungsprämie enthält keine spezifischen Anreize in Richtung Klimaschutz und In­novation. Sollte Österreich einer europäischen Gemeinschafts­praxis folgend eine Verschrottungsprämie einführen, dann sollte diese Neuwagen begünstigen, deren CO2-Emissionen deutlich unter dem Durchschnitt liegen, z. B. bei weniger als 120 g CO2 / km.
Das würde notwendige staatliche Anreize für die Marktdiffusion von energieeffizienten Autos und innovativen Antrieben wie Hybrid und Elektro setzen, von denen die österreichischen Autozulieferer profitieren könnten. Diese Technologien reduzieren zudem Luftschadstoffe und Lärm erheblich.

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