Ein Zerfall der Währungsunion ist jedoch undenkbar und auch nicht zu erwarten

„Instrumente zur Disziplinierung stark abweichender Volkswirtschaften sind unausweichlich.“

Österreich gehört zu den Hauptgewinnern des europäischen Einigungsprozesses – der Euro ist dabei integraler Bestandteil. Allerdings haben insbesondere stark export­orientierte Unternehmen in den vergangenen Jahren unter der Stärke des ­Euros gelitten; sie könnten nun durch die auch mittelfristig zu ­erwartende „Normalisierung“ des Euro-Dollar-Kurses zu einer fairen Relation entlastet werden. Gleichzeitig hat sich gerade in dieser Phase bewährt, dass der Hauptfokus der ­heimischen In­dustrie auf unsere „erweiterten Heimatmärkte“ Mittel- und Ost­europa gelegt wurde.

Der gemeinsame Wirtschafts- und Währungsraum hat sich gerade in der Krise bestens bewährt, und die Stabilitäts- und Schutzschildfunktion des Euros hat sich bewiesen (wo wären wir, hätten wir noch den Schilling?): Eine umsichtige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, deren Unabhängigkeit unantastbar bleiben muss, und die Absicherung des Euros – rund 460 Milliarden Euro EZB-Währungsreserven per Ende 2009 – bewirken, dass externe Schocks besser verkraftet werden.

Natürlich ist die derzeitige Vertrauenskrise in die Fiskalpolitik mancher Eurostaaten eine große Herausforderung.  Ein Zerfall der Währungsunion ist jedoch undenkbar und auch nicht zu erwarten, denn diese Länder selbst müssen das allergrößte Interesse haben, Teil dieser Gruppe zu bleiben. Andernfalls würden sie das Opfer prohibitiv hoher Zinsen. Die weitere Solidarität der anderen Eurostaaten setzt allerdings äußerste Konsolidierungsanstrengungen der betroffenen Euroländer voraus. Für die Zukunft scheint ein Instrumentarium zur rechtzeitigen Disziplinierung stark abweichender Volkswirtschaften ähnlich jenen des IWF unausweichlich.

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