Ein erster Schritt gegen Arbeitslosigkeit: Arbeit neu bewerten und neu verteilen

„Fragen nach einer sozialen, existenzsichernden, verteilungsgerechten oder ökologischen Qualität von Arbeitsplätzen werden weitgehend ignoriert.“

Als wichtigste Prioritäten im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit werden in der aktuellen Diskussion meistens Wachstum und Beschäftigung genannt. Fragen nach Alternativen, also nach einem qualitativen Wachstum und einer Neudefinition von Erwerbsarbeit zu stellen würde aber neue Fragen der Qualität und der Nachhaltigkeit aufwerfen.
In der aktuellen Debatte lautet die Devise jedoch „more of the same“ – wir sind weit davon entfernt, soziale und ökologisch nachhaltige Kriterien in Arbeitsmarktpaketen und Konjunkturpaketen als zukunftsweisende Paradigmen einzuführen. Solche Kriterien finden sich, wenn überhaupt, nur als kleine „politisch korrekte“ Fußnoten wieder. Fragen nach einer sozialen, existenzsichernden, verteilungsgerechten oder ökologischen Qualität von Arbeitsplätzen werden dagegen weitgehend ignoriert.

Soziale Unternehmen zum Beispiel stellen eine Alternative dar:  Mit ihren nachhaltigen Zielen, sozial zu integrieren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und nachhaltig wie gemeinnützig zu wirtschaften, könnten sie nicht nur eine ausbaufähige Maßnahme hin auf dem Weg zu einem passenden Arbeitsmarkt für ALLE sein. Soziale Unternehmen könnten auch als Unternehmensmodell einer Zukunft, die auf qualitätsvolles Wachstum setzt, verstanden werden: Schon jetzt beziehen diese Unternehmen die Lebens- und Arbeitsumgebung mit ein und integrieren ausgegrenzte und arbeitsmarktferne Personengruppen.
Arbeit muss neu bewertet und neu verteilt werden – das ist der erste Schritt einer er­folgreichen Bekämpfung von Arbeitslosigkeit.
In Zukunft sollen und müssen Fragen nach dem guten Leben, dem guten Arbeiten, dem Sinn und der Verteilung von bezahlter und bisher un­bezahlter Arbeit sowie dem Wert und der Be­wertung von Arbeit in den Mittelpunkt gestellt werden.

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