Durch Kürzungen entsteht keine Altersarmut

„Betriebliche Pensionen sichern Älteren kein Grund-, sondern ein Zusatzeinkommen.“

Das Jahr 2008 war ein schlechtes für Anleger. Der Jänner 2009 brachte an den Börsen weitere Verluste. Darunter leiden nicht nur Besitzer von Aktien, Anleihen und Fonds. Auf Einbußen müssen sich auch zwei Drittel jener 60.000 Österreicherinnen und Österreicher einstellen, die Betriebsrenten beziehen. Denn das Anlagevermögen der betrieblichen Pensionskassen schrumpfte 2008 von 13,1 auf 11,5 Mrd. Euro. Das bedeutet in einer erheblichen Zahl von Fällen eine geringere Zusatzpension. Die effektiven Pensionsleistungen dürften von zuletzt 435 Millionen Euro auf unter 400 Millionen im Jahr 2009 sinken. Indirekt betroffen sind auch 500.000 Beschäftigte, für die ihre Arbeitgeber derzeit Renten ansparen. Für sie ver­ringerte sich 2008 das Deckungskapital der zukünftigen Rente. Unmittelbare Auswirkungen hat dies allerdings nur für jene, die demnächst in Pension gehen.

Im Schnitt beziehen die Ruheständler zu ihrer ASVG-Pension aus dieser 2. Säule zusätzlich rund 700 Euro pro Monat.  Dazu gibt es grundsätzlich zwei Alternativen: Arbeitgeber könnten entweder höhere Aktivlöhne zahlen und die Verwendung bzw. Veranlagung ihren Angestellten überlassen. Ob es für ein regelmäßiges Zusatzeinkommen im Alter reicht, wäre den Begüns­tigten, ihrem Sparverhalten und ihrer Anlagestrategie überlassen. Oder die Arbeitgeber könnten eine Pensionszusage machen, ohne das dafür nötige Kapital in eine Pensionskasse einzuzahlen. Dann tragen die begünstigten Arbeitnehmer das Risiko, falls ihr Betrieb später in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät und seine Zusage nicht einhalten kann.

Seit Anfang der 1990er-Jahre erwirtschafteten Österreichs betriebliche Pensionskassen im Schnitt eine Verzinsung von 5,7 Prozent pro Jahr. 2008 lag der „Erfolg“ mit minus 13 Prozent allerdings weit darunter. Dennoch spricht dieses Ergebnis nicht gegen diese Kassen. Sie sichern den Begünstigten im Alter kein Grundeinkommen, sondern ein Zusatzeinkommen oberhalb ihrer ASVG-Pension. Durch Kürzungen wie im Jahr 2009 entsteht somit keine zusätzliche Altersarmut. Und die genannten Alternativen – selber ansparen oder auf eine Zusage des Arbeitgebers bauen – führen in der Regel nicht zu einem besseren Ergebnis.

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