Die Wirtschaft kann von den Frauen nur profitieren

„Es geht nicht darum, dass schlechter qualifizierte Frauen bessere Jobs bekommen.“

Wir bekennen uns im Regierungsprogramm dazu, den Anteil von Frauen in Spitzenpositionen zu erhöhen. Dieser Herausforderung werden wir uns alle gemeinsam stellen. Meine Aufgabe wird es sein, mit den Ressortkolleginnen und -kollegen im Dialog Maßnahmen zu definieren und diese dann umzusetzen.
Insgesamt ist Norwegen sicherlich ein Vorbild, an dem wir uns orientieren sollten. Dort ist es gelungen, eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote von 40 Prozent in Aufsichtsräten festzuschreiben. Unternehmen, die diese Quote nicht erfüllen, können ihre Börsennotierung verlieren. An solch positiven Beispielen möchte ich mich orientieren. Natürlich ist es noch ein weiter Weg dorthin, aber wir müssen einmal ­­beginnen.

Es ist ja nicht so, dass es nicht genug hochqualifizierte Frauen gäbe, die prädestiniert für Spitzenjobs wären.  Die Angst von Männern ist ja meist, dass schlechter qualifizierte Frauen bessere Jobs bekommen. Diesem Argument möchte ich entschieden entgegentreten. Darum geht es überhaupt nicht. Es geht darum, dass Frauen mit gleicher Qualifikation auch die gleichen Chancen bekommen – und im Idealfall bevorzugt werden, damit der Frauenanteil in Spitzenpositionen steigt. Dass es hier noch viel zu tun gibt, ist klar. Vor allem müssen wir ­junge Frauen noch stärker als bisher motivieren, sich für eine Aus­bildung in einem technischen oder naturwissenschaftlichen Zukunftsberuf zu entscheiden.

Von den Qualifikationen der Frauen kann die Wirtschaft nur profitieren. Davon bin ich überzeugt. Ob man wirklich auf Sanktionen setzt, wie Norwegen das macht, oder ob eher ­positive Anreize zu favorisieren sind, ist noch zu diskutieren. Österreich hat jedenfalls in diesem Bereich großen Nachholbedarf. Eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer zeigt, dass in den österreichischen Unternehmen nur knapp fünf Prozent Frauen in der Geschäftsführung vertreten sind, in den Aufsichtsräten liegt der Frauenanteil bei neun Prozent. Erste Schritte in die richtige Richtung könnten sein, dass in Unternehmen mit staatlicher Beteiligung die Vorstands­posten und Aufsichtsratsfunktionen stärker mit Frauen besetzt werden.

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