Die Maßnahmen sollen freie Märkte garantieren

„Eine klare Antwort: Nein, wir sehen nicht das Ende der freien Marktwirtschaft!“

In diesen Tagen begleitet uns ein Trommelwirbel an schlechten Nachrichten: Lehman Brothers, Merrill Lynch, AIG und Washington Mutual – große Namen der internationalen Finanzwirtschaft standen vor dem Aus. Die irische Regierung hat sogar beschlossen, für die Dauer von zwei Jahren die Einlagen bei und Schulden von irischen Banken zu garantieren. In Deutschland, Frankreich und den Beneluxländern garantieren Regierungen für Bankinstitute. Eines liegt für mich auf der Hand: Mit staatlichen Rettungspaketen sollte man sparsam umgehen, sie nur dort einsetzen, wo sie zur Stabilität des Finanzsystems dringend nötig sind – und auch dann nur punktuell und kurzfristig. Sonst werden Fehlentwicklungen fortgeschrieben, und die nächste Krise ist vorprogrammiert.

Was wir jetzt erleben, ist eine Vertrauenskrise, die auch auf bisher unbeteiligte Marktteilnehmer überschwappt. Denn mittlerweile trifft es nicht mehr nur jene, die die Situation verschuldet haben. Die derzeitige globale Finanzkrise lässt keine nennenswerte Volkswirtschaft dieser Welt unberührt.

Eine durchaus mögliche Konsequenz all dieser Turbulenzen ist, dass sich vor allem die USA die Frage nach einer effizienteren Finanzmarktaufsicht stellen müssen. Denn in diesem Land wurden die einfachsten Grundsätze des Bankgeschäfts missachtet. Es werden sich wohl in der Folge der aktuellen Situation auch Spielregeln ändern. Gewisse regulatorische Änderungen wird es wohl geben müssen, wie zum Beispiel die Einschränkungen für Leerverkäufe von Wertpapieren. Dadurch kann die Möglichkeit zur Kursmanipulation reduziert werden.

Bedrohen diese Eingriffe den freien Markt? Kommt eine neue Verstaatlichung auf uns zu? Die Verstaatlichungen, die in der vergangenen Woche stattgefunden haben, lassen bei oberflächlicher Betrachtung diesen Eindruck entstehen. Tatsächlich zielen jedoch diese Maßnahmen darauf ab, das Funktionieren der freien Finanzmärkte auch in Zukunft zu sichern und dadurch allzu große Schäden für die Realwirtschaft zu vermeiden. Ich war immer und bleibe auch jetzt ein Anhänger der freien und liberalen Marktwirtschaft. Auf die wohl überspitzt formulierte Frage daher eine klare Antwort: „Nein, wir sehen nicht das Ende der freien Marktwirtschaft!“

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