Die Entscheidung über Lohnerhöhungen
ist in die Unternehmen zu verlagern

„Eine Inflationsabgeltung sollte nur bei kleinen Einkommen bezahlt werden.“

Die Frage sollte angesichts des dramatischen Rückgangs der Industrieexporte lauten: Wie viel Lohnerhöhung verträgt die exportierende Industrie? Diese ist im internationalen Wettbewerb ungeschützt und bekommt Preisdruck auf schrumpfenden Märkten. Auch wenn in letzter Zeit die Finanz- und Aktienmärkte Signale der Wende geben, ist die Krise für viele produzierende Unternehmen noch nicht vorbei. Leere Auftragsbücher und schleppende Auftragseingänge sind mehr die Regel als die Ausnahme. In dieser Situation mit den alten Verhandlungsritualen eine neue Realität zu verweigern ist grob fahrlässig und führt direkt zur Arbeitsplatzvernichtung. Dann stellt sich nicht die Frage der Einkommensverteilung, sondern der Verteilung der Einkommensquellen.

Was ist zu tun?  1. Die Entscheidung über Lohnerhöhungen ist in die Unternehmen zu verlagern, weil die wirtschaftliche Situation der Unternehmen nicht mehr flächendeckend zu beurteilen ist.
2. Die Sozialpartner definieren Leitlinien, wie die Entlohnung zwischen Belegschaftsvertretung und Geschäftsleitung vereinbart werden kann. In diesen sind auch Details wie Lohnerhöhungen, Arbeitszeitdurchrechnung etc. enthalten und nur dann verbindlich anzuwenden, wenn es zu keiner Einigung auf Unternehmensebene kommt.
3. Bei allen Lohnabschlüssen ist die Ertragslage der einzelnen Unternehmen zu berücksichtigen, wobei bei der erfolgsabhängigen Komponente zwischen reinvestierten und ausgeschütteten Gewinnen zu unterscheiden ist. Eine Inflationsabgeltung sollte nur bei kleinen Einkommen und dort, wo keine Überzahlung zum Kollektivvertrag vorliegt, bezahlt werden. Längere Durchrechnungszeiträume sind im Interesse der Erhaltung vieler Arbeitsplätze dringend notwendig, das lehrt uns die gegenwärtige Krise. Kündigungen und Kurzarbeit sind die größten Wertevernichter. Diese zu vermeiden sollte das wichtigste Grundprinzip der Sozialpartnervereinbarungen werden.

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