Die rege Diskussion zur Offenlegung zeigt, dass ein großer Handlungsbedarf besteht

„Warum diese Aufregung, wenn Betriebe doch beteuern, ­Männer und Frauen gleich zu bezahlen?“

Meine Forderung nach einer Offenlegung der Einkommen von Frauen und Männern in unterschiedlichen Positionen hat ordentlich für Wirbel gesorgt und wird landauf landab breit diskutiert. Das zeigt mir schon, dass tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Es ist eine Tatsache, dass die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen eher größer als kleiner wird. Hunderttausende Frauen verdienen weniger als ihre männlichen Kollegen – einfach nur deshalb, weil sie Frauen sind. Die Idee zur verpflichtenden Einkommenstransparenz: Betriebe ab 25 Mit­arbeiterinnen und Mitarbeitern sollen intern veröffentlichen, wie viel Frauen und Männer im Durchschnitt in vergleichbaren Positionen verdienen.

Es geht also keinesfalls um einen Gehaltsstrip.  Die Daten werden mit standardisierten Frage­bögen ermittelt. Schweden ist dabei unser Vorbild. Die zuständigen Behörden haben Zugriff auf die Daten. Es ist an eine Pilotphase von zwei Jahren gedacht. Dann soll evaluiert werden. Allein die Tatsache, dass ­innerhalb der Betriebe Einkommenstransparenz besteht, wird die Einkommenssituation von Frauen zum Positiven verändern. Davon bin ich überzeugt. Wenn sich allerdings nach zwei Jahren ­herausstellt, dass die Unterschiede weiterhin bestehen und nicht kleiner geworden sind, dann sollten wir über Konsequenzen reden. Es ist schon interessant, dass alle beteuern, sie zahlen den Frauen und den Männern für die gleiche Arbeit eh das gleiche Geld. Wieso dann diese Aufregung?

Wenn alle Betriebe den Frauen und Männern gleich viel zahlen, dann braucht sich niemand vor möglichen Strafen fürchten. Wenn das tatsächlich so wäre, dann verstehe ich nicht, warum die Einkommensschere weiter aufgeht und sich die Unterschiede nicht verringern. Ich bin überzeugt, dass die geplante Einkommenstransparenz einiges bewirken kann. Und ich unterstelle keinem Betrieb, dass bewusst diskriminiert wird.

Clinton kündigt Konsequenzen an
 

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