Die BeamtInnen im roten Wien als Arbeits-unwillige: Das ist ein Lieblingsmotiv der ÖVP

„Rund 50 Prozent sind in körperlich besonders belastenden Bereichen eingesetzt.“

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass diese Neiddebatte in Wahrheit auch eine Ablenkungsdebatte ist. Wer über Managergehälter, Vermögenszuwachsbesteuerung, Bankensteuer oder Spekulationsfristen lieber nicht so gerne reden möchte, sucht sich geschickterweise ein anderes Thema. Die BeamtInnen im roten Wien, dargestellt als ein schwergewichtiges Heer von Dauerkranken und Arbeitsunwilligen – das ist ein Lieblingsmotiv der Volkspartei!

Ich lehne diese Neiddebatten auf dem Rücken Einzelner entschieden ab.  Dass Wien eine so hervorragend verwaltete Metropole mit der weltweit höchsten Lebensqualität ist, verdanken wir in erster Linie den vielen überaus engagierten, motivierten und im Vergleich zur Privatwirtschaft keinesfalls überbezahlten MitarbeiterInnen der Stadt. Wiener Landesbedienstete in ihrer heterogenen Struktur sind außerdem nicht über einen „Beamtenkamm“ zu scheren: Nur 14 Prozent der „Wiener BeamtInnen“ sind mit klassischen Verwaltungsaufgaben am Schreibtisch beschäftigt. Rund 50 Prozent sind dagegen in körperlich besonders belastenden Bereichen wie Müllabfuhr, Krankenpflege, Kanalräumung, Feuerwehr oder in den Kindergärten eingesetzt.

Was die Pensionen betrifft: Auch Wien hat die Harmonisierung der Beamtenpensionen mit den ASVG-Pensionen bereits 2005 auf Schiene gebracht. Auch die Wiener Bediensteten werden nach Ablauf fairer Übergangsfristen erst mit 65 und nach 45 Dienstjahren abschlagsfrei in den Ruhestand treten können. Und auch ihr Ruhebezug wird maximal 80 Prozent der Bemessungsgrundlage ausmachen. Im Gegensatz zum Bund hat sich Wien aber für etwas längere Übergangsfristen entschieden, um nicht überfallsartig in die Lebensplanung der MitarbeiterInnen einzugreifen. Dazu stehen wir auch heute noch. Denn Wien war, ist und bleibt eine Stadt, in der soziale Verantwortung großgeschrieben wird!

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