Die Aktion der Brüder Scheuch ist ein
Symbol des Gesamtzustandes in der Politik

„Miniaturgiganten in einem Land, in dem Faymann und Pröll sich als Giganten fühlen dürfen.“

Für die breitere Öffentlichkeit völlig überraschend haben Heinz-Christian Strache und die „Brüder Scheuch“ aus Kärnten angekündigt, dass Uwe Scheuch – Landesparteiobmann des BZÖ – mit fünf (später drei) seiner „Abgeordneten“ zur FPÖ unter Heinz-Christian Strache zurückkehren möchte. Die Gegenwehr von Josef „Seppi“ Bucher als Parteiobmann des nicht erfolgsverwöhnten BZÖ war überraschend energisch. Wie immer die Schlacht auf den Parteitagen und in den Abstimmungsvorgängen ausgehen wird – eine Fortsetzung bei gleichzeitiger Niveausenkung der Auseinandersetzung kündigt sich an. In Ermangelung überzeugender politischer und intellektueller Argumente berufen sich alle Beteiligten auf ihre Erbenrolle nach Jörg Haider und beziehen seine Mutter, Schwester und Witwe in die Diskussion ein.

Ein trauriges Bild, das keine sachpolitische Hoffnung für die Zukunft vermittelt.   Ist dieser Zustand aber nur auf das „dritte Lager“ – oder die, die sich dafür halten – beschränkt?
Leider nein. Zwischen den Groß- und Kleinparteien gibt es einen gemeinsamen Nenner. Dieser besteht im völligen Desinteresse der Politiker an Politik. Ihr Interesse gilt nur mehr der eigenen Inszenierung und Existenzsicherung. Der Politiker von heute ist ein abgeschliffener Funktionär, ohne politischen Impetus, ohne Gestaltungsbedürfnis, ohne Kreativität und ohne persönliches Verantwortungsbewusstsein. So gesehen ist die Aktion der Brüder Scheuch kein Symbol des „dritten Lagers“, wohl aber ein Symbol des Gesamtzustandes in der Politik. Die Brüder Scheuch sind politische Miniaturgiganten in einem Land, in dem Faymann und Pröll sich als Giganten fühlen dürfen.

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