Der eine oder andere unvernünftige Vorschlag muss auszuhalten sein

„Wenn jeder Financier, der mit einzelnen Wissenschaftlern nicht konform geht, gleich die Mittel kürzt, hört sich das WIFO bald auf.“

Auch ich bin über manche Aussagen von Expertinnen und Experten des WIFO nicht glücklich – nicht weil ich jemandem den Mund verbieten will, sondern weil deren Umsetzung einfach schädlich für die österreichische Wirtschaft wäre. Weder kann ich einer Vermögenssteuer etwas ­abgewinnen, noch wäre die Wiedereinführung der Erbschafts- und Schenkungssteuer sinnvoll. Als Präsident der WKO und auch ­persönlich halte ich jedoch die Freiheit der Wissenschaft für ein allerhöchstes Gut, das es zu schützen gilt.

Wissenschaftler pochen mit Recht auf Freiraum, um sich den Zukunftsfragen unseres Landes widmen zu können.  Außerdem brauchen wir gerade in schwierigen Zeiten wie diesen einen Wettstreit der Ideen, um das Beste für unseren Wirtschaftsstandort herauszuholen. Die Institute WIFO und IHS haben eine wichtige Kompassfunktion für Österreich. Dass dabei der eine oder andere unvernünftige Vorschlag das Licht der Welt erblickt, muss auszuhalten sein. Inkludiert diese Freiheit der Forschung auch, dass einzelne Mitarbeiter des WIFO unter dem Deckmantel der Wissenschaft einseitig parteipolitisch agitieren können? Nein, natürlich nicht.

Für jene, die neben ihrem wissenschaftlichen Beruf parteipolitische Ambitionen hegen, gibt das WIFO klare Regeln vor. Die sind präzise einzuhalten, was in der Vergangenheit meist gut und manchmal weniger gut gelungen ist. Falls es diesbezüglich Probleme oder Missverständnisse gegeben hat, sollten sie im Gespräch ausgeräumt werden. Wenn jeder Financier, der mit einzelnen Wissenschaftlern nicht konform geht, gleich die Mittel kürzt, hört sich das WIFO in der jetzigen Form bald auf. Und das kann niemandes Interesse sein.

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