Der Markt sollte den Wettbewerb fördern und damit die Qualität beflügeln

„Nur bei einer überschaubaren Zahl von Studierenden pro Professor/in lässt sich ein Dialog starten, der das Lernen fördert.“

Die Universitäten der Zukunft müssen vermehrt Orte der ­intellektuellen Auseinandersetzung und des Diskurses ­werden. Dazu wäre es notwendig, neue Mechanismen ­einzuführen, die diesem Ziel gerecht werden. Die Wertschätzung von Spitzenleistung, die Förderung des Nachwuchses, die Neu­definition des Verhältnisses zwischen Lehrenden und Lernenden und die spannende Beziehung zwischen Lehre und Forschung sind dabei am wichtigsten.

Voraussetzung für diese Entwicklung sind Rahmenbedingungen, von denen wir heute in Österreich in vielen Fächern nur träumen können.  Dazu zählen Betreuungsrelationen, die internationalen Standards entsprechen. Nur bei einer überschaubaren Zahl von Studierenden pro Professor/in lässt sich ein Dialog starten, der das Lernen fördert. Eine akademische Gemeinschaft kann entstehen, die dazu dient, Theorien und Methoden einer kritischen Prüfung zu unterziehen.
Spitzenleistung in Lehre und Forschung muss belohnt und anerkannt werden. Forschung wird vermehrt in Teams passieren, die Nachwuchswissenschaftler/innen mit erfahrenen Kolleg/inn/en zusammenbringen. Lehre und Forschung passiert so in einer Gruppe von gleichberechtigten Partnern, die die Lust und die Neugierde am Neuen nie verloren haben. Die Forschung kann unmittelbar in die Lehre einfließen – und zwar bereits sehr früh durch die Beteili­gung von Studierenden in Forschungsprojekten.

Die Finanzierung spielt dabei eine zentrale Rolle.  Vor allem eine Differenzierung der Basis könnte helfen, die Last vom Staat zu nehmen und andere Formen zu erschließen. Dazu zählen Studiengebühren, Mittel aus Forschungsförderungseinrichtungen oder Sponsoring und Fundraising. Der Markt sollte auf alle Fälle den Wettbewerb fördern und damit die Qualität beflügeln. Ausgewogene Stipendiensysteme würden soziale Ungerechtigkeiten ausgleichen.
Als Ergebnis können Universitäten stehen, die internationales Renommee erzeugen und damit Österreich als Wissenschaftsstandort prägen. Es werden Spitzenleistungen in der Forschung entstehen, die unseren Nachwuchskräften zu internationalen Karrieren verhelfen und Disziplinen prägen können. Und es werden Absolvent/innen auf den Arbeitsmarkt kommen, die kritisch und reflektiert ihr Verhalten begründen und ihre Entscheidungen rechtfertigen können.
Österreich wird damit vielleicht für einige seiner Universitäten berühmt werden, so wie das vor über hundert Jahren schon einmal der Fall war!

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