Das Weihnachts­geschäft steht vor mageren Zeiten

„Die Medienpräsenz der Finanzkrise drückt auf die Stimmung der Konsumenten.“

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte entwickelten sich im Verlauf des gesamten vergangenen Konjunkturzyklus so untypisch schwach, dass sie auch in der Phase der Hochkonjunktur vor einem Jahr kaum an Fahrt gewannen. In der ersten Hälfte dieses Jahres war es vor allem die hohe Inflationsrate, welche gemeinsam mit der Steuerlast zu Reallohnverlusten und damit nur zu mäßigen Konsumausgaben führte. Während die Teuerung nun langsam nachlässt, stehen dem Weihnachtsgeschäft aufgrund des Konjunktureinbruchs erneut magere Zeiten bevor. Die Arbeitslosigkeit steigt erstmals seit Februar 2006 wieder, und auch die tägliche Medienpräsenz der Finanz- und Wirtschaftskrise drückt deutlich auf die Stimmung der Konsumenten. Um die Konsumlaune zu heben, begann der Handel heuer bereits sehr früh mit dem Winterabverkauf. Ob dies dem Konsum aus der Krise hilft, ist fraglich, da in wirtschaftlichen Abschwungphasen mit der Verunsicherung auch die Sparneigung der privaten Haushalte zunimmt.

Nun ist die österreichische Wirtschaftspolitik gefragt, die im europäischen Vergleich sehr rasch reagierte. Für 2009 und 2010 wurden zwei Konjunkturpakete sowie die Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer angekündigt. Zusammen mit den Maßnahmen, die bereits vor den Wahlen getroffen wurden, stellt das Paket insgesamt ein angemessenes Volumen dar. Um das Konsumverhalten anzuregen, ist vor allem die Entlastung der unteren und mittleren Einkommensschichten wichtig, da hier die Konsumneigung am größten ist und das zusätzliche Geld auch ausgegeben wird. Bereits heuer wurde der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung im Bereich der unteren Einkommen gekürzt, und die Pensionen wurden erhöht. Auch wenn die Ankündigung der fiskalpolitischen Maßnahmen des nächsten Jahres das Vertrauen der Konsumenten steigert, so dürften ihre realwirtschaftlichen Auswirkungen auf das heurige Weihnachtsgeschäft gering sein. Hier wären Auszahlungen noch heuer in Art von Konsum-Schecks wirksamer. Außerdem spüren auch jene Menschen, die so wenig verdienen, dass sie keine Steuern zahlen, von der Entlastung durch die Senkung der Lohn- und Einkommenssteuer nichts.

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