Aktionäre gehen bei Wirecard-Insolvenz leer aus

Aktionäre gehen bei Wirecard-Insolvenz leer aus

Aktionäre gehen bei Wirecard-Insolvenz leer aus

Die Aktionäre des im Zuge eines Veruntreuungsskandals zusammengebrochenen Zahlungsdienstleisters Wirecard gehen bei der Insolvenz nach einem Urteil des Landgerichts München I leer aus. Sie gelten nicht als Gläubiger und könnten ihre Schadenersatzansprüche deshalb grundsätzlich nicht als Forderung bei Insolvenzverwalter Michael Jaffe geltend machen, erklärte Richterin Susanne Lukauer.

Ob sie vom Unternehmen getäuscht wurden, sei dabei unerheblich. Auf Basis des Urteils könnte Jaffe einen Großteil der Ansprüche gegen das insolvente Unternehmen abweisen. Rund 22.000 Aktionäre fordern nach früheren Angaben rund 7 Mrd. Euro. Banken, Sozialkassen und andere Wirecard-Gläubiger haben Ansprüche über 3,3 Mrd. Euro angemeldet. Jaffe hat mit dem Verkauf der werthaltigen Unternehmensteilen immerhin gut 1 Mrd. Euro erlöst.

Die Grundsatzfrage, ob und unter welchen Umständen Aktionäre zu Gläubigern werden können, dürfte allerdings letztlich erst vom deutschen Bundesgerichtshof (BGH) geklärt werden. Geklagt hatte Union Investment, die Fondsgesellschaft der Volks- und Raiffeisenbanken. "Für Anleger und Aktionäre ist das Urteil enttäuschend, da auch diese Investoren von Wirecard betrogen wurden", sagte ein Union-Sprecher. Überraschend sei das Urteil aber nicht. Es handle sich um einen Präzedenzfall, der höchstrichterlich geklärt werden müsse. Union Investment prüfe, welche Rechtsmittel man einlegen werde.

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