Trend Logo

AK will Drittel-Frauenquote in Vorständen großer Unternehmen

Subressort
Aktualisiert
Lesezeit
3 min
  1. home
  2. Aktuell
  3. Nachrichtenfeed
In den 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs waren Anfang Jänner 531 von 605 Geschäftsführer-Positionen mit Männern besetzt. In den börsennotierten Unternehmen waren nur 26 von 223 Vorstandspositionen (11,7 Prozent) weiblich besetzt - zu wenige, meint die AK Wien und fordert einen gesetzlichen Mindestanteil von einem Drittel Frauen in börsennotierten Unternehmen mit drei oder mehr Vorständen.

von

In den 200 umsatzstärksten Unternehmen Österreichs waren Anfang Jänner 531 von 605 Geschäftsführer-Positionen mit Männern besetzt. In den börsennotierten Unternehmen waren nur 26 von 223 Vorstandspositionen (11,7 Prozent) weiblich besetzt - zu wenige, meint die AK Wien und fordert einen gesetzlichen Mindestanteil von einem Drittel Frauen in börsennotierten Unternehmen mit drei oder mehr Vorständen.

Zehn der 69 Börsenunternehmen (14,5 Prozent) werden laut AK in Vorstand wie Aufsichtsrat als "all-male board" geführt. In den 20 ATX-Unternehmen sind demnach 11,8 Prozent Frauen in den Vorständen vertreten, nur in Luxemburg (7,0 Prozent) sind es im europäischen Vergleich noch weniger (EU-Schnitt: 22,2 Prozent). In Deutschland erreicht der Frauenanteil in der Vergleichsgruppe der DAX-Unternehmen rund 23,5 Prozent.

Wie die Erhebungen der AK Wien in den vergangenen mehr als 15 Jahren zeigen, sind Frauen in Aufsichtsratspositionen traditionell stärker als im Management vertreten. Die Geschlechterquote für den Aufsichtsrat habe diesen Trend weiter verstärkt: Der Frauenanteil in den quotenerfassten börsennotierten Unternehmen habe sich signifikant von 22,4 Prozent (Jänner 2018) auf 36,5 Prozent (Jänner 2024) gesteigert. In der Gruppe der quotengebundenen Unternehmen erreichen bzw. übertreffen beinahe drei Viertel (71,8 Prozent) den Frauenanteil von mindestens 30 Prozent im Aufsichtsrat, mehr als ein Drittel der Unternehmen liegt bei über 40 Prozent.

Zurückzuführen ist die Unterrepräsentanz von Frauen im Management nach Ansicht der AK Wien auf Vorurteile, Diskriminierung und Geschlechter-Stereotypisierung sowie die Ausrichtung von Karriereplänen auf traditionelle Geschlechterrollen.

Darum sollte der Gesetzgeber in einem ersten Schritt für börsennotierte Unternehmen einen Mindestanteil von Frauen vorsehen, fordert die AK: Künftig sollten ab drei Vorstandsmitgliedern mindestens 33 Prozent Frauen vertreten sein. Damit würde der Frauenanteil nach jetzigem Stand auf 23,8 Prozent und damit auf das Doppelte des aktuellen Niveaus angehoben werden und es würden mindestens 34 Spitzenpositionen für Frauen entstehen.

Der Erhöhung der Quote in den Aufsichtsratsgremien staatsnaher Unternehmen auf 40 Prozent, die 2020 beschlossen wurde, sollte eine rasche Zielvorgabe für Geschäftsführungen folgen, so die Forderung der AK. Aktuell liege dort der Frauenanteil bei 18,5 Prozent. In Geschäftsführungen mit zwei Personen sollte das Geschlechterverhältnis ausgewogen sein und ab drei Personen die Frauenquote mindestens 33 Prozent betragen.

Über die Autoren

Logo
Abo ab €16,81 pro Monat
Ähnliche Artikel
Der Bitcoin befand sich zuletzt im Aufwind
Nachrichtenfeed
Bitcoin-"Halving" - Kryptobranche vor wichtigem Event
Prämie von jeweils 10.000 Euro für 14 Gaststätten
Nachrichtenfeed
NÖ Wirtshaus-Paket: Betreiber wollen Lokale modernisieren
Das berühmte Kaufhaus in Berlin soll den Besitzer gewechselt haben
Unternehmen
Thailändische Central Group übernimmt KaDeWe von Signa
Robert Holzmann hält Zinssenkung im Juni für möglich
Nachrichtenfeed
OeNB-Chef Holzmann zu EZB-Zinswende: "Es schaut gut aus"
Wiens Bürgermeister Ludwig bietet seine Hilfe mit
Nachrichtenfeed
Post-Zentrum Wien-Inzersdorf vom Ex-Postler Ludwig eröffnet
Licht und Schatten - starke Buchungen, schwacher Ertrag
Nachrichtenfeed
Tourismus wirtschaftlich noch nicht von Corona erholt
Für Benko gilt die Unschuldsvermutung
Nachrichtenfeed
Liechtenstein ermittelt laut Berichten im Umfeld von Benko
Das berühmte Kaufhaus in Berlin ist nun komplett in thailändischer Hand
Nachrichtenfeed
Thailändische Central-Gruppe kauft KaDeWe-Immobilie
Leonore Gewessler will russisches Erdgas ersetzen
Nachrichtenfeed
Gewessler legt Gesetz zur Gas-Diversifizierung vor
Signa Holding: Konkurs statt Sanierung - Gläubigern droht Totalausfall
Unternehmen
Signa Holding: Konkurs statt Sanierung - Gläubigern droht Totalausfall
Genug Leute auf der Piste, zu wenig Personal in den Betrieben
Nachrichtenfeed
Tourismus sucht Tausende Beschäftigte
Mehrheit der Handelsverband-Mitglieder gegen deutliche Ausweitung
Nachrichtenfeed
Viele Händler gegen deutliche Ausweitung der Öffnungszeiten