Airbus, Boeing, Lufthansa Technik stoppen Russland-Geschäft

Keine Ersatzteile und Wartung mehr

Airbus, Boeing, Lufthansa Technik stoppen Russland-Geschäft

Airbus, Boeing, Lufthansa Technik stoppen Russland-Geschäft

Airbus und Boeing stellen als Reaktion auf den Krieg in der Ukraine und die westlichen Sanktionen ihre Lieferungen an russische Fluggesellschaften ein. Die Airlines erhalten damit keine Ersatzteile mehr und werden auch technisch nicht mehr unterstützt, wie die beiden Flugzeugbauer am Mittwoch mitteilten.

Das Gemeinschaftsunternehmen ECAR, das Airbus mit dem russischen Finanzinvestor Systema und der Industrieholding Kaslol betreibt und das rund 200 Ingenieure beschäftigt, stelle ebenfalls die Arbeit ein. Unklar sei, ob es im Rahmen der Sanktionen weiter betrieben werden könne, erklärte Airbus.

Auch Lufthansa Technik habe aufgrund der in der vergangenen Woche beschlossenen EU-Sanktionen gegen Russland sämtliche Serviceleistungen für Kunden dort gestoppt, sagte ein Sprecher. Die Wartungstochter der Lufthansa hat derzeit Verträge mit etwa einem Dutzend größerer Fluggesellschaften in Russland, wie das Unternehmen aus Hamburg weiter mitteilte. Damit seien die Dienstleistungen, vor allem hinsichtlich Komponenten und Triebwerken, für etwa 400 Flugzeuge eingestellt. Eine extra eingerichtete Task Force beschäftige sich damit, die Sanktionen vollständig umzusetzen.

Die Flugzeugbauer befolgen damit die Strafmaßnahmen, die nach der Invasion in der Ukraine gegen die Luftfahrt Russlands verhängt wurden und die Branche international isolieren. Vorbild dafür sind die Sanktionen gegen den Iran und Nordkorea. Allerdings dürften die Auswirkungen deutlich gravierender sein, weil der russische Markt größer als der iranische oder nordkoreanische ist. Zudem besteht eine starke Abhängigkeit von westlichen Zulieferern.

Im vergangenen Jahr kam Russland nach Berechnungen der Beratungsfirma IBA auf einen Anteil von rund sechs Prozent am weltweiten Flugverkehr. Die Kapazitäten lagen über dem Niveau vor Ausbruch der Pandemie, und russische Fluggesellschaften galten als verlässliche Kunden für Leasingfirmen. Dabei spielt vor allem der große Binnenmarkt eine Rolle; in dem riesigen Land sind viele Entfernungen nur mit dem Flugzeug zu überbrücken.

Nach den Sanktionen dürfen keine Flugzeuge mehr nach Russland verkauft oder vermietet werden, auch Ersatzteile dürfen nicht mehr geliefert werden. Derzeit haben russische Airlines nach Angaben des Analysehauses Cirium rund 515 Flugzeuge mit einem Marktwert von schätzungsweise zehn Milliarden Dollar geleast bei einer Flotte von insgesamt knapp 1.000 Maschinen.

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