ABB-Turbolader-Sparte ködert Anleger mit hoher Dividende

ABB-Turbolader-Sparte ködert Anleger mit hoher Dividende

ABB-Turbolader-Sparte ködert Anleger mit hoher Dividende

Die vor einem Listing an der Schweizer Börse stehende ABB-Tochter Accelleron will die Anleger mit üppigen Dividenden bei der Stange halten. 50 bis 70 Prozent des ausgewiesenen Gewinns sollen an die Eigner fließen, wie der schwedisch-schweizerische Elektrotechnikkonzern ABB mitteilte. Der Hersteller von leistungsstarken Turboladern für Diesel- und Gasmotoren peile im ersten Halbjahr 2023 eine erste Dividendenzahlung von rund 75 Mio. Dollar (74,8 Mio. Euro) an.

Am Zeitplan der Abspaltung hält ABB fest. ABB hatte im Juli angekündigt, dass Accelleron am 3. Oktober über einen Börsengang an der SIX verselbstständigt werden soll. Für jeweils 20 ABB-Aktien sollen die ABB-Eigner eine Accelleron-Aktie erhalten. Zuvor müssten die Aktionäre auf einer Aktionärsversammlung am 7. September den Spin-off genehmigen.

Im ersten Halbjahr 2022 habe sich der Markt positiv entwickelt. Für das laufende Geschäftsjahr rechne Accelleron mit einem organischen Umsatzwachstum von rund 6 Prozent und einem Betriebsgewinn von rund 150 Mio. Dollar. Für die kommenden vier bis fünf Jahre gehe das Unternehmen von einem durchschnittlichen organischen Umsatzwachstum von zwei bis vier Prozent und einer operativen Ebita-Marge von 23 bis 26 Prozent aus.

Die Wachstumsperspektiven von Accelleron seien eng mit der globalen Energiewende verknüpft. Diese dürfte zusätzliche Nachfrage nach effizienteren Verbrennungsmotoren zur kurzfristigen Emissionssenkung schaffen. Dazu kämen immer mehr Antriebssysteme, die mit grünen Kraftstoffen wie Wasserstoff, Methanol oder Ammoniak betrieben werden könnten. Accelleron wolle schneller wachsen als seine Wettbewerber und damit den Marktanteil in den Kerngeschäften Schifffahrt und Energie ausbauen. Zudem plane die Firma, aus eigener Kraft und mit ergänzenden Zukäufen in angrenzende Bereiche vorzustoßen.

Accelleron ist nicht der einzige ABB-Bereich, der an die Börse gehen soll. Auch das Geschäft mit Ladesäulen für Elektrofahrzeuge will der Konzern aus Zürich an die SIX bringen. Der Siemens-Rivale hatte den Schritt angesichts des turbulenten Marktumfelds im Juni aber auf unbestimmte Zeit verschoben. Während der Konzern bei der Ladesäulen-Tochter die Mehrheit der Anteile behalten will, ist bei Accelleron eine vollständige Trennung geplant.

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