A-Tec nimmt Contor-Angebot an - 47%-Sanierungsquote wird erfüllt

Beim Verkauf und damit der Sanierung des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec von Mirko Kovats, der im Oktober 2010 in die Insolvenz geschlittert ist, ist über das Wochenende eine Entscheidung gefallen. Wie A-Tec am Montag früh mitteilte, wurde das Angebot der Contor Industries Gmbh vom 30. Juni angenommen. Damit werde die Sanierungsquote von 47 Prozent erfüllt.

Mit dem Verkauf an den formellen Käufer Contor hat Mirko Kovats seinen Wunschkandidaten durchgebracht. Der Kreditschutzverband von 1870 geht nun davon aus, dass damit auch am 30. September die zur Erfüllung der 47-Prozent-Quote notwendigen 210 Mio. Euro cash bei Treuhänder Matthias Schmidt eintreffen werde.

Die aContor Industries Gmbh gehört dem ehemaligen A-Tec-Mitarbeiter und selbstständigen Berater Thomas Schätti. Das Angebot des "rechtlichen Vehikels" Contor mit derselben Firmenadresse wie die A-Tec sieht den Verkauf der steirischen Motorentochter ATB Austria Antriebstechnik an die chinesische Wolong vor. Die Minerals Mines Holding GmbH (Brixlegg) geht an den US-Investor Solstice International Investments, hinter dem der pakistanische Milliardär Alshair Fiyaz stehen soll.

Das seit 2006 stillgelegte Kraftwerk Voitsberg übernimmt der Palm Square International FZC, der das Kohlewerk vermutlich in Österreich abbauen und in der Dritten Welt aufbauen will. Mit der verbleibenden Emco will A-Tec an der Börse bleiben.

Kleinanleger-Vertreter Wilhelm Rasinger ist vom Verkauf an das "rechtliche Vehikel" Contor Industries nicht überrascht. Es habe "eine Schmutzkübelkampagne" gegen den zweiten Interessenten, die tschechisch-slowakische Finanzgruppe Penta, gegeben. Mit dem Zuschlag an Contor würden nun alle Fehlleistungen bei der A-Tec zugedeckt.

- APA

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