A-Tec mit 585 Millionen Euro Verlust

Die im vergangenen Oktober in die Insolvenz geschlitterte A-Tec hat im vergangenen Jahr einen Rekordverlust von 585 Mio. Euro gemacht. Das Unternehmen sprach am Mittwochabend bei der Bekanntgabe der Jahreszahlen aber von einer "soliden operativen Entwicklung" und gibt sich sicher, einen Geldgeber zu finden, der (rund) 200 Mio. Euro für den restlichen Konzern zahlt.

"Ich kann ausschließen, dass Ende Juni nicht wenigstens ein entsprechendes verbindliches Angebot vorliegt", sagte A-Tec-Chef Kovats. Mehrere europäische und asiatische Gruppen interessierten sich für einen Einstieg. Kovats, der laut einem Zeitungsbericht eigentlich schon am Mittwoch eine Shortlist vorlegen wollte, glaubt nicht, den Namen des künftigen Investors bereits am 30. Juni bekanntgeben zu können. Zur Einhaltung des Sanierungsvertrags reiche das Vorliegen eines verbindlichen Angebots, sagte Kovats am Mittwoch zur APA.

Das Sanierungsverfahren ist seit wenigen Wochen beendet, A-Tec hat seit diesem Zeitpunkt keinen Verwalter mehr, sehr wohl aber einen Vermögens-Treuhänder. Wird bis Ende Juni kein Käufer gefunden, der genug zahlt, dass die 47-prozentige Quote von gut 200 Mio. Euro erfüllt werden kann, darf Treuhänder Matthias Schmidt die Unternehmensteile getrennt verwerten.

Der Verlust von 585 Mio. Euro im vergangenen Jahr ist nach der RHI (870 Mio. Euro 2001) einer der höchsten Jahresverluste in der österreichischen Industriegeschichte. Die Hauptursachen liegen in der 2010 zerschlagenen Anlagenbaudivision AEE (mehrere hundert Millionen Euro Verlust) sowie in Sonderabschreibungen in der Motoren-Division (ATB) in Höhe von 91 Mio. Euro. A-Tec weist per Ende 2010 ein negatives Eigenkapital von 223,5 Mio. Euro (-24,6 Prozent Eigenkapitalquote) auf.

- APA

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