Wework über Umwege an die Börse

An NYSE via Fusion mit der Zweckgesellschaft BowX Acquisition Corp

Wework über Umwege an die Börse

Wework über Umwege an die Börse

Der US-Büroraumvermittler Wework hat rund zwei Jahre nach seinem spektakulär gescheiterten Börsengang doch noch einen Weg an den öffentlichen Aktienmarkt gefunden. Das angeschlagene Unternehmen ging über eine Fusion mit der Zweckgesellschaft BowX Acquisition Corp durch die Hintertür an die New York Stock Exchange (NYSE). Die Aktie stieg im frühen Handel um mehr als fünf Prozent.

Wework hatte eigentlich 2019 mit großem Rummel sein Börsendebüt geben wollen, doch die Pläne des vom japanischen Tech-Investor Softbank hochgerüsteten und damals mit enormen 47 Milliarden Dollar (aktuell 40 Mrd. Euro) bewerteten Start-ups endeten in einem großen Debakel. Zweifel am verlustreichen Geschäftsmodell, vor allem aber die Eskapaden und Machtfülle des umstrittenen Mitgründers Adam Neumann, schreckten Anleger ab.

Das Mammut-Projekt musste letztlich abgeblasen werden, Neumann seinen Hut nehmen und Softbank Milliarden abschreiben. Seitdem ist es um Wework relativ ruhig geworden. Die Pandemie hat das ohnehin nur bedingt lukrative Geschäftsmodell, Unternehmen Büroraum in langfristig angemieteten Immobilien zu vermitteln, weiter erschwert und 2020 für tiefrote Zahlen gesorgt. Bei der nun vollzogenen Fusion mit BowX wurde Wework nur noch mit 9 Milliarden Dollar (7,7 Mrd. Euro) bewertet.

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