350.000 Österreicher sind trotz Arbeit von Armut betroffen

Bereits jeder 10. Beschäftigte in Österreich verdient nicht genug, um davon leben zu können.

Die Zahl der Working Poor nimmt weiter zu: Waren im Jahr 2000 noch 256.000 Österreicher trotz eines Arbeitsplatzes von Armut betroffen, so ist diese Zahl heuer bereits auf 350.000 angestiegen, warnt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser.

Als Folge der Wirtschaftskrise seien immer mehr Arbeitskräfte gezwungen gewesen, einer prekären Beschäftigung nachzugehen.

"Die Krise ist erst dann zu Ende, wenn die Menschen wieder Arbeit haben und davon leben können", so Oberhauser anlässlich einer Pressekonferenz zum "Welttag für menschenwürdige Arbeit" am 7. Oktober.

Nach Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation IAO gehen rund die Hälfte aller Arbeitnehmer weltweit einer ungeschützten, sprich atypischen Beschäftigung nach. Der Großteil der davon Betroffenen sind Frauen. In Österreich waren im Vorjahr rund eine Million unselbstständig Beschäftigte in ihrer Haupttätigkeit atypisch beschäftigt.

Betroffen sind dabei alle Branchen, nicht nur die klassischen Bereiche wie Call-Center und Austräger von Werbematerial.

Der Welttag für menschenwürdige Arbeit wurde vom Internationalen Gewerkschaftsbund IGB bei seinem Gründungskongress 2006 in Wien ausgerufen und findet heuer zum dritten Mal statt. In einer weltweiten Mobilisierung weisen Gewerkschaften und NGOs auf unfaire Arbeitsbedingungen hin und entwickeln gemeinsame Strategien, um menschenwürdige Arbeit für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt zu erkämpfen.

- Red/APA

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