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2023 Nachfrage-Einbruch am Immo-Markt - Auch 2024 Rückgang

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Der niederösterreichische Immobilienmakler Remax hat 2023 um 13,6 Prozent weniger Immobilien verkauft und um 15,9 Prozent weniger umgesetzt als noch im Jahr davor. Im Bereich Wohnimmobilien-Kauf habe es ein spürbar steigendes Immobilienangebot gegeben - bei einer deutlich geringeren Nachfrage und von stagnierenden bzw. fallenden Preisen. Bei Mietwohnungen sei das Immobilienangebot signifikant zurückgegangen.

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Der niederösterreichische Immobilienmakler Remax hat 2023 um 13,6 Prozent weniger Immobilien verkauft und um 15,9 Prozent weniger umgesetzt als noch im Jahr davor. Im Bereich Wohnimmobilien-Kauf habe es ein spürbar steigendes Immobilienangebot gegeben - bei einer deutlich geringeren Nachfrage und von stagnierenden bzw. fallenden Preisen. Bei Mietwohnungen sei das Immobilienangebot signifikant zurückgegangen.

Remax habe sich aber deutlich besser geschlagen als der Mitbewerb, es sei das drittbester Jahr in der Remax-Geschichte gewesen. 9.500 Transaktionsseiten seien abgeschlossen wurden, der Transaktionswert habe bei über 2 Mrd. Euro gelegen. Auch heuer will man stärker als der Markt wachsen, so Remax-Chef Bernhard Reikersdorfer.

Der Gesamtmarkt kommt laut Reikersdorfer 2023 auf 110.000 Verbücherungen, nach über 145.000 im Jahr davor. Für heuer ist der Ausblick leicht positiv, es werden aber "große Herausforderungen" warten, so Reikersdorfer am Mittwoch vor Journalisten. "Fakt ist, es gibt keine Jubelmeldungen", meinte er. Es sei aber nicht so schlecht gelaufen wie von manchen prognostiziert, die eigenen Prognosen hätten gehalten.

Laut einer Umfrage unter den Remax-Maklern werde 2024 am Gesamt-Immobilienmarkt die Nachfrage um 4,3 Prozent sinken. Ein wahren Einbruch werde es bei Zinshäusern geben. Interessant im Zuge der Diskussion um die Versiegelung von Grundflächen ist die Erwartung bei Baugrundstücken - hier rechnet Remax mit einer größeren Angebot als 2023.

Zu den Preisen meinte Remax-Marktanalyst Anton Nenning: Unverändert zu 2023, es wird mit einem Minus von 6,72 Prozent gerechnet, also auf Niveau des Vorjahres. Und Reikersdorfer ergänzte: "Der Käufer ist weit besser dran als noch vor zwei, drei Jahren." Wobei bundesweit große Unterschiede herrschten. Während in Wien die Immobiliennachfrage gleich bleibe, werde sie in Vorarlberg und im Burgenland massiv zurückgehen.

Zum Wohnungsmarkt insgesamt lasse sich sagen: Miete ist attraktiver als der Kauf und der Trend geht wieder hin zur Stadt und weg vom Land. "Das bereits für 2023 angekündigte dynamischer werdende Stadt-Land-Gefälle scheint 2024 noch ein wenig steiler zu werden", so Nenning. Seine ernüchternde Prognose: "In Summe lässt sich aus den Prognosen für Baugrundstücke für die Baubranche und die Fertighausbauer für 2024 keine euphorische Stimmung ableiten."

Nicht rosig, aber weniger schlecht als 2023 sieht es bei Gewerbeimmobilien aus. So waren Geschäftslokale im Vorjahr in der Gunst der Immobilieninteressenten ganz unten angesiedelt - und das habe sich für 2024 nur "atmosphärisch verbessert", so Remax. Ein weiterer Rückgang wird beim Bedarf nach Büroflächen erwartet - Stichwort Homeoffice.

Gefragt nach den Auswirkungen der Insolvenzen im Signa-Konzern meinte Reikersdorfer, dass diese praktisch nicht gegeben wären. "Signa wird den Markt nicht beeinflussen, das ist eine ganz andere Liga", so der Remax-Chef.

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