Jim Rogers: Der Börse-"Wachküsser"

Jim Rogers wuchs in Demopolis, Alabama auf. Er studierte an der Yale und Oxford Universität. Nach seiner Zeit bei der Armee ging er an die Wall Street und gründete mit George Soros den weltweit berühmten Quantum Fonds, der eine Rendite von 4200% erzielte, wobei der S&P 500 Index nur um 50% zulegte. 1980 ließ sich Jim Rogers ausbezahlen und verwaltet seitdem sein eigenes Vermögen, wobei er seinen Fokus auf Rohstoffe legte und zahlreiche erfolgreiche Indizes ins Leben rief.

Beachtung wird ihm an vielen Orten der Welt geschenkt, aber kaum irgendwo hängt man Jim Rogers derart ehrfürchtig an den Lippen wie in Österreich. Schließlich war er es, der 1985 in einem Interview mit der Finanzzeitschrift "Barrons" auf große Gewinnchancen in Osteuropa und Wien hinwies und damit die Börse am Schottenring aus einem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf erweckte. "Damals wussten amerikanische Investoren gar nicht, dass es in Wien überhaupt eine Börse gibt", so Rogers.

Schon früh ließ der heutige Börsenguru seine Gabe zum Geldverdienen aufblitzen: Als zarter 6-Jähriger lukrierte er erste Gewinne aus einer Konzession für Softdrinks und Peanuts. Außer der Wirtschaft hatten es ihm die Geisteswissenschaften angetan: 1964 beendete Rogers sein Geschichtsstudium an der traditionsreichen Yale-University "cum laude", zwei Jahre später schloss er am Balliol Colleg an der Oxford-University die Fächer Philosophie, Politik und Wirtschaftswissenschaften als Bachelor of Arts (entspicht dem Magister) ab.

Während eines Sommer-Praktikums bei der angesehenen US-Investmentbank Dominick & Dominick schnupperte Rogers erstmals Börseluft - eine Witterung, die ihn nie wieder losließ. In den Jahren 1968 bis 1969 arbeitete er als Analyst bei Bache & Company in New York, anschließend als Assistent der Geschäftsleitung bei R. Gilder & Co. (New York). 1970 wechselte er zu Neuberger & Berman (New York), ein Jahr später war er Investmentanalyst bei Arnhold und S. Bleichroeder (New York), wo er, wie erwähnt, in den kommenden Jahren den Quantum-Fonds von George Soros managte.

1990 erfüllte sich der Motorrad-Narr Rogers einen Lebenstraum. Auf seiner Maschine legte er in sechs Kontinenten 65.065 Meilen zurück und erntete damit eine Eintragung ins Guiness-Buch der Rekorde. Zugleich nahm er die bereisten Länder in Hinblick auf Investitionsmöglichkeiten unter die Lupe, was ihm in der Branche einen praktisch uneinholbaren Know-how-Vorsprung in Sachen Emerging Markets verschaffte. (apa/red)

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