Alles für die Fische: Gütesiegel & Führer
helfen bei der Rettung bedrohter Arten

Gesund essen!“, verlangen nicht nur Mama und Papa von ihren Kindern, sondern auch immer wieder Ärzte. Auch wenn es so manchem Österreicher schwer fällt, auf sein Schnitzerl zu verzichten, sollte dennoch ein- bis zweimal pro Woche Fisch am Speiseplan stehen. Kommt zum Gesundheits- allerdings auch noch das Umweltbewusstsein, beginnt die Qual der Wahl. Denn Umweltschützer wie Greenpeace oder der World Wildlife Fund (WWF) sehen eine „Krise“ – und zwar nicht nur in der Weltwirtschaft, sondern auch in den Ozeanen: Ganze 76 Prozent der wirtschaftlich bedeutsamen Fischbestände sind laut Welternährungsorganisation FAO bereits überfischt. Damit sich das restliche Meeresgetier also weiterhin im Wasser tummeln kann, lautet das Gebot der Stunde: den „ökologisch unbedenklichen Fisch“ kaufen.

Damit das auch dem zoologischen Laien gelingt, gibt es kleine handliche Fischführer für die Geldbörse, die mithelfen, die Meere zu schützen.

Fisch ist nicht gleich Fisch. Für die grüne Wahl ist gleich mehreres zu beachten. Grundsätzlich gilt: Der Fisch sollte entweder aus einer kleinräumigen österreichischen oder einer Biozucht stammen oder das blaue Marine-Stewardship-Council-Gütesiegel, kurz MSC-Logo, tragen.

Biokarpfen aus Österreich
Optimal wäre laut WWF-Fischexperte Georg Scattolin demnach ein Biokarpfen aus einer kleinen österreichischen Zucht. Die Fische haben dort genügend Platz, die umliegende Flora und Fauna wird nicht beeinträchtigt, auch weil keine Pestizide verwendet werden, und ins Fischfutter kommen weder Antibiotika noch bedrohte Meeresfische. Beim Karpfen wäre Letzteres aber ohnehin nicht nötig, denn er ist lobenswerterweise ein Fried- und kein Raubfisch. Er frisst keine anderen Fische, sondern Insektenlarven und das, was im Teich wächst.

Für jene, denen der Karpfen einfach nicht schmeckt, sind Heringe, europäische Forellen und Saiblinge oder der Alaska-Wild- und der Alaska-Seelachs Alternativen – Letzterer allerdings nur dann, wenn er das MSC-Logo trägt.

Rote-Fisch-Liste
Das Problem ist nur: Manche Umweltschützer wie jene von Greenpeace halten nichts von solchen Gütesiegeln. Bei Hunderten verschiedenen Fischereien und Fischarten könne man kaum eine grüne Liste erstellen. Deshalb gibt es eine rote Liste von Greenpeace, mit Fischen, deren Kauf man besser vermeiden sollte. Am Beispiel Thunfisch zeigt sich aber, dass Thunfisch nicht gleich Thunfisch ist. Man muss schon genauer hinsehen: Den Blauflossen-Thun sollte man nicht kaufen, denn er ist auf der Liste bedrohter Tierarten. Auch vom Gelbflossen-Thun lässt man besser die Finger. Er schwimmt gerne mit Delfinen, und auch diese verenden dann in den Netzen. Aber: Den Skipjack-Thunfisch, der sich schnell vermehrt und mit einer Schleppangel aus dem Pazifik gefangen wird, kann man ohne Bedenken essen. Fischführer sind also eine Unterstützung für ökologisch Bewusste.

Von Martina Madner

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