Mietencheck: Online-Portal prüft Altbau-Mieten

Mietencheck: Online-Portal prüft Altbau-Mieten

Schnelle und unkomplizierte Konkurrenz im Internet für Mieterschutzvereine. Das neue Online-Portal mietenchecker.at überprüft die Höhe Altbaumieten und setzt sich für die Mietzins-Senkung ein. Im Erfolgsfall erhält der Service-Anbieter 25 Prozent Provision. In Wien allein gibt es rund 130.000 Wohnungen, die vor 1945 errichtet wurden und potenzielle Kunden darstellen.

Ein neues Online-Portal überprüft die zulässige Höhe von Altbaumieten und kümmert sich um eine mögliche Reduktion. Die Miete von Altbauwohnungen ist gesetzlich durch die Richtwert-Grenzen geregelt. Vermieter würden sich oft nicht daran halten. "Sie probieren einmal eine höhere Miete zu verlangen, sind auch der Meinung, dass sich die Leute eh nicht auskennen", so Marko Vladic von mietenchecker.at.

Seit kurzem bietet das neue Portal mietenchecker.at Mietern von Altbauwohnungen in Wien die Möglichkeit, ihren Mietvertrag bezüglich der Höhe des Mietzins überprüfen zu lassen und bei Bedarf kümmert sich das Portal um eine Mietzinsreduktion. Voraussetzung ist, dass es sich um eine maximal 130 Quadratmeter große Wohnung in einem vor 1945 errichtetem Gebäude handelt und man selbst Hauptmieter ist. In Wien gebe es rund 130.000 solcher Mietwohnungen.

mietenchecker.at übernimmt die Kosten. Nur wenn es zu einer Mietzinsreduktion kommt, behält sich das Portal 25 Prozent des in der Vergangenheit zu viel bezahlten Betrages. "Mieter haben absolut kein Risiko", so Vladic. Im Fall einer zu hohen Miete nehme das Online-Portal mit dem Vermieter Kontakt auf. In der Regel würde es dann auch ziemlich schnell zu einer Einigung kommen. Wenn dies nicht gelinge, gehe der Fall zur Schlichtungsstelle und später zum Bezirksgericht. "Wir engagieren falls notwendig auch spezialisierte Anwälte", sagte Vladic.

Der Vermieter kann den Mieter deswegen nicht kündigen. Dazu Vladic: "Das ist kein Kündigungsgrund. Mieter machen damit nur ihre Rechte geltend." Einzig bei befristeten Mietverträgen gebe es die Gefahr, dass diese nicht verlängert werden. "Das sagen wir den Mietern auch."

"Als ungefährer Wert für die Richtwert-Grenzen gelten rund zehn Euro pro Quadratmeter. Bei diesem Wert zahlt man auf alle Fälle schon eine zu hohe Miete", so Vladic. Der Anspruch auf Rückforderung von zu viel bezahltem Mietzins verjährt bei unbefristeten Verträgen drei Jahre ab Vertragsabschluss, bei befristeten Verträgen kann während der gesamten Befristungsdauer und darüber hinaus sechs Monate nach Auszug der Anspruch geltend gemacht werden.

Wohnen

Glücklich trotz Einsamkeit: Singlehaushalte liegen im Trend

Mieten ist in Salzburg am teuersten.

Wohnen

Mieten in Österreich gestiegen: Die aktuellen Mietpreise

Dass nun mehr Verkehr in den Seitenstraßen der Mariahilfer Straße ist, schreckt Wohnungssuchende nicht ab. Viele wollen in Neubau wohnen.

Wohnen

Miete & Kauf: Die aktuellen Preise der Wiener Trendviertel