Immobilienmarkt Österreich: Die Trends 2014

Immobilienmarkt Österreich: Die Trends 2014

Vor allem österreichische und deutsche Investoren betätigten sich 2013 am heimischen Immobilienmarkt. Heuer wird es internationaler - vor allem Investoren aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion suchen speziell nach Investments im Hotelbereich.

Die Nachfrage am Wohnungsmarkt ist ungebrochen. Kauften Investoren nach Beginn der Krise 2008/2009 noch vorwiegend mit Eigenkapital, wird 2014 durch die Lockerung der restriktiven Kreditvergabe der Banken der Anteil der fremdfinanzierten Investitionen ansteigen. Aus Deutschland betätigen sich vor allem Fonds und Versicherungen am österreichischen Immobilienmarkt. Eine Immobilienblase sei laut Sandra Bauernfeind von EHL Immobilien weit und breit nicht in Sicht.

Büromarkt

Wien befindet sich im internationalen Vergleich der Spitzenmieten im Officebereich Mittelfeld. An der Spitze stehen London (124€/m2) und Moskau (67€/m2), Schlusslichter sind Bukarest und Bratislava (15€/m2). Durchschnittsmieten bleiben nominell konstant (2014: EUR 13,50/m2). Auch Spitzenmieten werden hohes Niveau halten (2014: EUR 26,00/m²). In Wien gibt es den anhaltenden Trend, Büroobjekte aus den 80er Jahren in Wohnprojekte umzunutzen. Die Leerstandsrate beträgt derzeit unverändert knapp sieben Prozent, 2014 dürfrte sie aufgrund der niedrigen Neuflächenproduktion auf 6,6 Prozent absinken. Wien liegt im Europa-Vergleich mit diesem Wert auf Platz vier. Am wenigsten Leerstand verzeichnet London, gefolgt von Berlin. Den letzten Platz belegt Budapest mit 23 Prozent.

Wohnen

Der Trend zu Eigentum am Wohnungsmarkt ist seit 2008 stark angestiegen. Wurde kurz nach Beginn der Krise noch viel mit Eigenkapital investiert, wird es 2014 mehr Fremdfinanzierung geben. Nur ein Viertel der Mieten in Wien werden frei vereinbart, erinnerte Bauernfeind. Die Hälfte wird von gemeinnützigen oder der öffentlichen Hand vergeben, ein Viertel entfällt auf den preislich geregelten Altbau. Das habe auch auf die freien Mieten einen dämpfenden Effekt, sodass man nie Steigerungen wie in anderen Ländern sehen werde. Die Schere zwischen guten und schlechten Lagen wird in Zukunft noch weiter auseinandergehen.

Belebung durch Änderung der Bauordnung

Um die Preissteigerungen dauerhaft zu dämpfen, bräuchte es vor allem mehr Wohnungen, meint Bauernfeind. 6.000 bis 8.000 pro Jahr werden erteilt, gut 10.000 neue Wohnungen würde Wien aber brauchen, schätzt sie. Positiv sei daher, dass die Bauordnung Ausbauten erleichtern wird, etwa indem nicht mehr für jede Wohnung ein Notkamin und ein Stellplatz verlangt werden. Aber auch wenn noch eine Verdichtung in Wien möglich sei, fallen viele Objekte weg, etwa parifizierte Zinshäuser, in denen realistischerweise der Dachbodenausbau wenn überhaupt nur nach jahrelangen Verzögerungen möglich ist.

Zahl der Single-Haushalte steigt an

In Wien geht der Trend zu kleineren Haushalten bei steigender Bevölkerung, 2030 könnte die Hälfte der Haushalte aus Singles bestehen. Das steigert die Nachfrage nach Wohnungen. Auch derzeit sind bei Mietwohnungen vor allem kleine Einheiten mit 40 bis 60 m2 gefragt. Bei Eigentumswohnungen verzeichnet EHL ebenfalls den größten Andrang bei Objekten mit bis zu 70 m2.

Das Vorweisen eines Energieausweises sei inzwischen sehr wichtig, die genaue Klasse hingegen weniger, denn auch Altbauten mit schlechten Werten werden gerne genommen. Entscheidend ist weiter die Lage und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel. Die Wiener Bezirke vom zweiten bis neunten sind weiter sehr beliebt, Transdanubien ist durch U2-Verlängerung im Aufwind. Wohnungen im Grünen mit Öffi-Anbindung gehen gut weg. Aber auch die Lagen um den zukünftigen Hauptbahnhof erleben einen starken Aufschwung.

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