Immobilien: Die Kauflust sinkt, die Preise sind am Limit

Immobilien: Die Kauflust sinkt, die Preise sind am Limit

Seit 2011 hat sich die Preisspirale nach oben gedreht, bis sie im ersten Halbjahr 2013 ihren absoluten Höchststand erreicht hat. Nun ist erstmals bei den Immobilienpreisen wieder eine Stagnation zu verzeichnen, und auch die Kauflust ist aufgrund der hohen Preise in diesem Jahr deutlich gesunken.

Die Preise auf dem Eigentumsmarkt sind in den letzten zwölf Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Preissteigerungen betragen bis zu 80 Prozent in den Ballungszentren und den gefragten Lagen der Großstädte Wien, Innsbruck und Graz. Ihren Höhepunkt haben sie im ersten Halbjahr 2013 erreicht. Landesweit an der Spitze steht Wien, wo die Preise noch einmal um 19 Prozent gestiegen sind, so dass Käufer im Schnitt 2868 Euro für den Quadratmeter zahlen mussten. Insgesamt lässt sich über das Jahr gesehen aber eine Preisstagnation verzeichnen.

Die Immobilienpreise sind in einigen Gebieten Österreichs derart hoch, dass sich viele Normalbürger Investitionen in Immobilien nicht mehr leisten können. Wer eine Immobilie finden möchte, die nicht völlig das eigene Budget sprengt, dem bleibt oft nur der Gang zum Immobilienmakler. Die Maklerprovision ist jedoch ein weiterer Posten, der den Kaufpreis zusätzlich erhöht. Da die Provision üblicherweise einen gewissen Prozentsatz des Kaufpreises ausmacht, sind auch die Zusatzkosten umso höher, je höher der Kaufpreis des Objektes ist. Eine Alternative sind Immobilien-Portale wie immobilienscout24.at , die zumindest die Suche nach einem bezahlbaren Objekt erleichtern.

Die Kauflust sinkt

Dass die Immobilienpreise teilweise utopisch hoch sind, spiegelt sich in der gesunkenen Nachfrage nach Eigentumswohnungen wider. Zwischen Januar und Oktober 2013 wurden weniger Transaktionen getätigt. In Wien beispielsweise sind 22,5 Prozent weniger Eigentumswohnungen verkauft worden als im Vorjahreszeitraum. Es wird auch nicht mehr alles gekauft, wie noch in den letzten Jahren. Gerade während der Finanz- und Eurokrise 2011 und 2012, als primär aus Sicherheitsgründen in Immobilien investiert wurde, haben Investoren nahezu alles gekauft. Inzwischen achten Käufer wieder mehr auf das Preisleistungsverhältnis und lassen sich für die Kaufentscheidung mehr Zeit. Das Internet ist dabei zu einer wichtigen Anlaufstelle geworden, um sich vorab zu informieren.

Sinkende Preise sind nicht zu erwarten

Trotz Preisstagnation und gesunkener Nachfrage erwartet der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI)

dennoch keine Preissenkungen in absehbarer Zeit. Es ist zwar ein deutlicher Rückgang der Nachfrage zu verzeichnen, die inzwischen wieder das Niveau von 2010 erreicht haben sollte. Die Nachfrage ist aktuell jedoch immer noch größer als das Angebot. Dies trifft insbesondere auf Neubauten zu, da hier in den letzten Jahren in einigen Teilen des Landes zu wenig investiert wurde. Äußerst dramatisch ist die Situation in Innsbruck, weil dort kaum noch Platz für Neubauten ist. In Wien sieht es wenig besser aus: Wohnen in der Hauptstadt ist so sehr gefragt, dass es dort keine schlechten Bezirke mehr gibt. Ausschlaggebend bei der Wohnungssuche sind stattdessen das Viertel und deren Infrastruktur.

Durch die immer noch sehr niedrigen Zinsen für Kredite und die fehlenden Alternativen für Veranlagungen ist nicht zu erwarten, dass die Nachfrage so bald unter das Angebot sinkt. Der Bedarf nach Wohnraum ist nach wie vor gegeben und kann nur durch Neubauten gedeckt werden.

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