WM-Qualifikation: Frankreich muss den Turnaround schaffen

WM-Qualifikation: Frankreich muss den Turnaround schaffen

Die letzten vier Europa-Tickets für die Fußball-WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli 2014) werden am Dienstagabend vergeben. Frankreich ist nach dem 0:2 in der Ukraine geschockt, hofft aber auf ein historisches Comeback.

Portugals Superstar Ronaldo wähnte sich indes schon vor Teil zwei des Duells mit "Schweden-Bomber" Ibrahimovic in Brasilien, ebenso wie die Griechen nach dem 3:1 gegen Rumänien.

Frankreichs gedemütigte Kicker arbeiteten im nationalen Trainingszentrum Clairefontaine an ihrem Plan zur Last-Minute-Rettung des WM-Tickets. Entgegen aller Untergangsszenarien soll im Rückspiel im Stade de France (21.00) gegen die Ukraine das scheinbar Unmögliche möglich und die Qualifikation doch noch geschafft werden.

"Wir sind bereit, auf dem Platz zu sterben, um die Leute stolz zu machen, die uns unterstützen", kündigte Arsenal-Stürmer Olivier Giroud martialisch an. Trainer Didier Deschamps gab sich ebenfalls kämpferisch: "Wir haben die Fähigkeit es umzudrehen. Wir müssen es nur machen."

Dass Frankreich die Reise nach Brasilien antritt, ist bei allen Beteuerungen aber eher unwahrscheinlich. So spricht die Statistik ganz klar gegen "Les Bleus", die erstmals seit 20 Jahren eine WM-Endrunde verpassen würden. Einen 0:2-Rückstand hat in WM-Ausscheidungsspielen noch kein Team wettmachen können. Die Ukrainer sind zudem seit einem Jahr ungeschlagen und seit acht Spielen ohne Gegentor.

Während Frankreich bangt und zittert, hat Cristiano Ronaldo auch vor dem entscheidenden zweiten Teil im Mega-Duell mit Zlatan Ibrahimovic nach seinem spektakulären Kopfballtor zum 1:0-Erfolg im Hinspiel keine Zweifel mehr. "Wir werden bei der WM dabei sein", versprach er noch in der Mixed-Zone von Lissabon.

Die Schweden beschworen vor dem Showdown in Solna (20.45) ihre Comeback-Qualitäten, die sie auch beim 2:1-(0:1)-Heimsieg über Österreich bewiesen. "Es fehlt noch eine Begegnung, und wir spielen zu Hause. Wir haben definitiv eine Chance, alles kann passieren", beteuerte Ibrahimovic. Sein Trainer Erik Hamren betonte derweil: "Wir haben bereits in der WM-Qualifikation gezeigt, dass wir das Blatt wenden können."

Weniger freundlich war der Empfang für Kroatiens Team. Die heimischen Medien gingen nach dem enttäuschenden 0:0 auf Island hart mit den eigenen Spielern ins Gericht. Diese wollen nun mit einem Sieg in Zagreb (20.15) die Kritiker zum Verstummen bringen, während die Gäste auch ohne ihren am Sprunggelenk verletzten Topstürmer Kolbeinn Sigthorsson mit einem Auswärtstor die WM-Sensation schaffen möchten.

Griechenland feierte dagegen nach dem 3:1 (2:1) gegen Rumänien seine Play-off-Helden bereits als WM-Teilnehmer. "Die Griechen hungern, aber zur WM fahren sie", hieß es am Sonntag etwa bei "Goal" in Anspielung auf die wirtschaftliche Lage im "Eurokrisenland".

Rumäniens Teamchef Victor Piturca drohte vor dem Rückspiel in Bukarest (20.00) mit einem Abschied auf Zeit. "Wenn wir uns nicht qualifizieren, vergiss mich für drei Monate. Ich gehe ins Kloster", sagte er der Zeitung "Prosport".

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