Sotschi: Bode Miller im letzten Abfahrtstraining Schnellster

Sotschi: Bode Miller im letzten Abfahrtstraining Schnellster

Keine Überraschungen im letzten Training zur Herren-Abfahrt der Olympischen Spiele von Sotschi: Bode Miller liegt vor Aksel Lund Svindal und Peter Fill. Schnellster Österreicher war Otmar Striedinger auf Rang 13.

Sotschi 2014: Bode Miller, in Kitzbühel noch enttäuschter Dritter bei der Hahnenkamm-Abfahrt, zeigt beim letzten Training zur Olympischen Herrenabfahrt von Sotschi erneut auf. Mit seiner Bestzeit von 2:06,09 deklassierte er das Feld. Der Zweitplatzierte Aksel Lund Svindal (NOR) liegt mit 2:06,75 bereits über eine halbe Sekunde zurück.

Die Österreicher waren im Training unter den Geschlagenen: Otmar Striedinger fuhr auf Platz 13 (2:08,56), Georg Streitberger auf Rang 17 (2:09,31), Joachim Puchner auf Rang 26 (2:12,18) und Max Franz auf Platz 32 (2:13,32).

Hoffnung besteht dennoch: Matthias Mayer, der Schnellste des Freitag-Trainings, und Klaus Kröll schwangen etwa vor dem Ziel ab. Auch die Zeit von Romed Baumann wurde nicht gewertet Aksel Lund Svindal gegen Bode Miller - Das ist somit am Sonntag um 8.00 Uhr das programmierte Duell um Olympia-Gold in der Abfahrt. Das österreichische Quartett sieht sich in der Außenseiterrolle, will aber unbeschwert drauf losfahren und für Rot-Weiß-Rot die erste Olympia-Goldene in der Königsdisziplin seit 2002 erobern. Medaillenhoffnung Nummer eins ist der Kärntner Matthias Mayer.

In die Rolle des Favoriten lässt sich Mayer dennoch nicht im geringsten drängen. "G'scheit runterfahren, um das geht's. Alles andere ist uninteressant." Doch Mayer hat die Strecke derart gut im Griff, dass er seit mehreren Tagen mit einem Dauergrinser durch die Olympia-Region fährt und geht. "Sogar der Aksel hat mich bei der Besichtigung gefragt, wieso ich die ganze Zeit grinse. Aber mir ist derzeit einfach zum Lachen, ich bin einfach gut drauf." Die Bestzeit im Freitag-Training hat bei Mayer nicht für zusätzlichen Druck gesorgt. "Ganz im Gegenteil, ich wollte diese Bestzeit. Aber ich habe mir auch fürs Rennen noch etwas übrig gelassen."

Franz und Kröll gelassen

Ähnlich will es Mayers Kärntner Landsmann und Zimmerkollege Max Franz angehen. "Ich weiß schon, um was es bei Olympia geht. Aber ich versuche es als normales Rennen zu sehen. Denn wenn ich locker am Ski stehe, dann fahre ich am besten", erklärte der 24-Jährige. "Passieren kann alles", lautet das Olympia-Motto von Franz. "Ich bin in guter Form und meine Formkurve zeigt klar nach oben."

Klaus Kröll versucht neuerlich, seine erste Medaille bei einem Großereignis einzufahren. Der Steirer hat am Freitag die teaminterne Qualifikation souverän gemeistert, damit ist ihm eine Art Befreiungsschlag geglückt. "Ich fahre wieder so Ski, wie ich mir das halbwegs vorstelle." Denn in Krasnaja Poljana hat Kröll mit Sonnenschein und harter Piste endlich jene Bedingungen, auf die er in diesem Winter meist vergeblich gewartet hat. Als Favorit auf eine Medaille sieht aber auch er sich "überhaupt nicht".

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