Sotschi 2014 LIVE: Skisprung-Gold für Stoch, nur Blech und Leder für Österreich

Sotschi 2014 LIVE: Skisprung-Gold für Stoch, nur Blech und Leder für Österreich

Der Pole Kamil Stoch dominiert das Skispringen der Herren auf der Normalschanze. Er ist in beiden Sprüngen der Beste und gewinnt mit 12,7 Punkten Vorsprung vor dem Slowenen Peter Prevc. Dritter wird Anders Bardal (NOR).

Aus österreichischer Sicht ist Ergebnis des ersten Skisprung-Bewerbs bei den Olympischen Spielen in Sotschi bitter: Platz 4 für Thomas Diethart, Rang 5 für Michael Hayböck. Die Routiniers Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern konnten im Kampf um die Medaillen nicht mitreden.

Thomas Diethart braucht sich aber nicht ärgern: Er zeigte eine solide Leistung. Von der Bronzenen war er am Ende 5,8 Punkte entfernt. "Ich hab leider nicht ganz so locker bleiben können, bin aber mit dem 4. Platz trotzdem zufrieden. Die Sprünge waren aber nicht nicht top", meint der Senkrechtstarter der Saison.

Auch Michael Hayböck konnte nicht das Optimum aus sich herausholen, das eine olympische Medaille bedeutet hätte. Im Training hatte er noch dominiert, im Bewerb erwischte er dann keine optimalen Sprünge und hatte auch mit den Bedingungen Pech. Umso beeindruckender aber auch gleichzeitig enttäuschender ist sein 5. Platz. Die beiden Youngsters halten Österreichs Fahnen dennoch respektabel hoch, vor wenigen Monaten waren ihre Namen nur Insidern bekannt. Jetzt sind die die besten österreichischen Superadler bei Sotschi 2014.

Schlierenzauer patzt, Morgenstern zufrieden

Rückkehrer Thomas Morgenstern ist mit seinem 14. Platz zufrieden. Es fehlen, so meint er nur Kleinigkeiten: "Es ist ein megagroßer Erfolg, hier dabei zu sein. Ich bin sehr zufrieden mit dem Tag."

Anders sieht es bei Gregor Schlierenzauer, dem Weltrekord-Weltcup-Sieger aus. Sein erster Sprung war nicht gut. Der zweite Sprung war besser, aber noch immer nicht gut genug. Mit den Besten konnte er jedenfalls nicht mithalten. Das Ergebnis seiner beiden Versuche ist der 11. Platz. "Es fuchst nach wie vor ein bisschen mit der Technik, es ist etwas der Wurm drinnen." Auf die Frage nach der Enttäuschung antwortet Schlierenzauer kurz und bündig: "Ja, das sieht man eh."

Ehrlich angefressen darf man wohl auch sein, wenn man als Rekordsieger bei Olympia im Nirgendwo landet. Es geht hier schließlich nicht um Weltcup-Punkte, sondern um Medaillen, und die bekommen nur die besten drei.

Längst überfälliges Gold für Polen

Der große polnische Skisprung-Star Adam Malysz konnte nie eine Goldmedaille bei Olympia gewinnen, auch wenn er mehrmals knapp daran war. Dreimal hat Malysz Silber und einmal Bronze nach Hause gebracht. Sein legitimer Nachfolger Kamil Stoch konnte sein Vorbild nun zumindest in dieser Kategorie überholen.

Stoch ist kein Überraschungssieger. Er ist Weltcup-Führender und gewann letztes Jahr WM-Gold auf der Großschanze. Die Dominanz des Siegers war aber trotzdem überraschend. Stosch ließ nichts anbrennen und holte 12,7 Punkte Vorsprung auf den Zweiten Peter Prevc (SLO) heraus. Ein Vorsprung, der auf der Kleinschanze außergewöhnlich ist.

Ebenfalls beeindruckend ist, dass Stoch von den Punkterichtern für seinen zweiten Sprung dreimal die Höchstnote 20 bekommen hat. Mit dem eindrucksvollen Sieg stempelte er sich jedenfalls auch zum Top-Favoriten für das Springen auf der Großschanze.

Zufallsmedaillen gab es heute jedenfalls keine. Der Weltcup-Führende gewann Gold, der Weltcup-Zweite Peter Prevc aus Slowenien Silber. Auch der Weltcup-Siebente und Bronzegewinner Anders Bardal ist alles andere als eine Überraschung.

Zum format.at Olympia-Center mit Live-Ticker zu allen Bewerben Das Springen - Der Live-Bericht

Gold für Polen! Kamil Stoch gewinnt souverän den Bewerb auf der Kleinschanze. Der Weltcup-Führende bekommt bei 103,5 Metern zweimal die Höchstnote von 20,0. Silber geht an den Slowenen Peter Prevc, Bronze an Anders Bardal aus Norwegen. Für Österreich gibt es Blech und Leder durch Diethart und Hayböck. Schade, vor allem bei Hayböck wäre wohl mehr möglich gewesen.

Wohl keine Medaille für Österreich
Auch Anders Bardal bringt einen guten Sprung herunter. 98 Meter, das ist Platz 2 für den Norweger. Und Kamil Stoch hat schon einen riesen Vorsprung. Es riecht nach dem ersten Blech für Österreich.

Prevc geht in Führung
Es wird eng für die österreichischen Medaillenhoffnungen. Peter Prevc, 3. nach dem ersten Durchgang, landet einen tollen Sprung bei 99 Metern und übernimmt die Führung.

Diethart bleibt vorne
Österreichs Medaillenchancen bleiben im Takt. Michael Hayböck verhaut den Absprung, aber landet trotzdem bei 98 Metern. Das reicht nur für Platz 2.

Diethart behält Nerven
Aber reicht es für die Führung? Der Wind war sehr schlecht, er hatte auch einige Pendler in der Luft. Diethart führt knapp, nach 98 Metern!

Wellinger kommt immer weiter nach vorne
Schwierige Verhältnisse und kein guter Sprung. Andreas Wank fällt zurück, Wellinger führt auch fünf Springer vor Schluss noch. Nun kommen die Österreicher dran.

Keine Medaille für Kasai
1992 nahm er erstmals an den Olympischen Spieln teil. Mit einer Einzelmedaille wird es für Noriaki Kasai aber wohl wieder nichts. Er reiht sich hinter Andreas Wellinger auf Platz 2 ein.

Schlierenzauer bitter enttäuscht
"Es fuchst nach wie vor ein bisschen mit der Technik, es ist etwas der Wurm drinnen." Auf die Frage nach der Enttäuschung antwortet Schlierenzauer kurz und bündig: "Ja, das sieht man eh." In der Zwischenzeit springt Jernej Damjan aus Slowenien auf Platz 2. Noch 10 Springer stehen oben.

Zwischenstand nach 20 von 31 Springern
1. Andreas Wellinger (GER) - 257,1 Punkte
2. Gregor Schlierenzauer (AUT) - 253,3
3. Thomas Morgenstern (AUT) - 251,6

Wellinger verdrängt Österreicher
Der erste Sprung von Andreas Wellinger war nicht gut, mit 101,5 Metern übernimmt er aber nun die Führung.

Österreichische Doppelführung
Thomas Morgenstern kämpft zwar nicht um die Medaillen mit, angesichts seiner Umstände ist seine Leistung aber mehr als beeindruckend. Mit 101 Metern reiht er sich hinter Schlierenzauer auf Platz 2 ein.

Aber auch Ammann kämpft mit der Form
Bitterer Auftakt für Simon Ammann! Der Titelverteidiger zeigt auch im 2. Durchgang nur einen durchschnittlichen Sprung. 98,5 Meter und eine schlechte Landung bedeuten Platz 4.

Schlierenzauer geht in Führung
Aber wirklich zufrieden dürfte er auch mit seinem 2. Sprung nicht sein. 101 Meter sind keine Kampfansage an die Führenden. Ob seine Nerven dem Druck nicht standgehalten haben?

Japanische Zwischenführung
99,5 Meter für Reruhi Shimizi. Er ist der erste Springer, der seine Weite aus dem 1. Durchgang bestätigen kann und übernimmt die Führung vor dem Deutschen Richard Freitag.

Apropos Deutschland: Im Skispringen lief es heute noch nicht gut für unsere Lieblingsnachbarn. Im Rodeln gab es dafür die erste Goldmedaille durch Felix Loch. Silber holt Albert Demtschenko aus Russland, Bronze geht an den Oldie Armin Zöggeler (ITA). Bester Österreicher wird Reinhard Egger als 8. Mehr zum Rodelbewerb gibt es in unserem Olympia-Center .

Schwache Weiten zum Beginn
Die Springer können ihre Leistungen aus dem 1. Durchgang bis jetzt nicht bestätigen. Das liegt aber weniger an ihrem Können, sondern an dem bedeutend schlechteren Wind. Der 2. Durchgang dürfte etwas selektiver werden.

Es geht weiter
Der gestürzte Severin Freund eröffnet den 2. Durchgang. Das ist wohl ein Sprung zur Überwindung des Sturzes. Er erreicht 93,5 Meter.

Zwischenstand nach dem ersten Durchgang
1. Kamil STOCH (POL) - 142,0 Punkte
2. Anders BARDAL (NOR) - 135,8
3. Peter PREVC (SLO) - 134,8
4. Michael HAYBÖCK (AUT) - 133,4
5. Thomas DIETHART (AUT) - 132,6

weiters
15. Thomas MORGENSTERN (AUT) - 125,6
18. Gregor SCHLIERENZAUER (AUT) - 123,9

Enttäuschung bei Schlierenzauer
"Der Sprung war einfach nicht so gut und es war schwer zu springen bei den Verhältnissen. Jetzt muss ich noch einen für's Selbstvertrauen auspacken."

Kamil Stoch auf Goldkurs
105,5 Meter, Höchstweite der gesamten Olympischen Spiele für Kamil Stoch! Der Weltcup-Führende aus Polen kann sich damit absetzen. Der erste Durchgang ist aus, er führt 6,2 Punkte vor Anders Bardal.

Prevc heißter Goldkandidat
Der Gesamtweltcup-Zweite Peter Prevc (SLO) packt einen Topsprung aus. Er hatte auch etwas Windglück. 102,5 Meter bedeuten Platz 2.

Sprungopa Kasai ist dabei
101,5 Meter für den 42-jährigen Japaner Noriaki Kasai. Platz 6, doch der Rückstand ist nicht groß.

Schlierenzauer vergeigt Olympiaauftakt
Gregor Schlierenzauer muss auf sein erste Einzel-Gold weiter warten. Er verpasst den Absprung komplett und landet bei nur 96 Metern. Platz 15 bedeutet, dass die österreichischen Medaillenhoffnungen auf den Schultern der Youngsters Hayböck und Diethart liegen.

Schwerer Sturz von deutscher Medaillenhoffnung
Doch er steht schon wieder. Severin Freund kippt nach dem Aufsprung nach vorne, kann nach 99 Metern aber wieder aufstehen.

Kein fünftes Olympiagold für Simon Ammann
Heute gibt es kein Edelmetal für Simon Ammann. Der Schweizer verpasst den Absprung komplett und der Telemark ist auch nicht schön. 97,5 Meter bedeuten Platz 13.

Anders Bardal startet Angriff auf Gold
101,5 Meter für Anders Bardal aus Norwegen und das bei schlechtem Wind. Das ist die Führung! Der Vorsprung beträgt 1,6 Punkte.

Mitfavorit Wellinger nicht gut dabei
Der Sprung von Diethart wird immer mehr wert, es weht etwas Rückenwind. Das muss auch ein Mitfavorit merken. Nur 96 Meter für Andreas Wellinger aus Deutschland, Platz 10.

Thomas Diethart kämpft mit
Thomas Diethart platziert sich mit 99 Meter auf Platz 2. 8 Springer vor Schluss bedeutet das eine österreichische Doppelführung.

Morgenstern erwischt keinen guten Sprung
Eine Comeback-Medaille wird es für Thomas Morgenstern wohl nicht geben. Er erwischt keinen guten Absprung und fällt um ein paar Meter ab. 97,5 Meter bedeuten Rang 9.

Enges und packendes Springen
Die Springer schenken sich nichts. Jan Ziobro springt 101 Meter, hat rund 3 Punkte Rückstand und ist damit "nur" 4. Nur noch ein Springer, dann ist Thomas Morgenstern an der Reihe.

Michael Hayböck übernimmt die Führung
Der erste Österreicher ist im Kampf um die Medaillen dabei. Michael Hayböck springt 101 Meter. Die Noten sind in Ordnung. Er übernimmt die Führung, 0,8 Punkte vor Andreas Wank.

Zwischenstand nach 30 von 50 Springern
1. Andreas Wank (GER) - 132,6 Punkte
2. Michail Maximoschkin (RUS) - 129,6 Punkte
3. Anssi Koivuranta (FIN) - 126,2 Punkte
4. Jakub Janda (CZE) - 125,2 Punkte
5. Yuta Watase (JAP) - 123,0 Punkte

Gleich wird es für die Österreicher ernst, mit Nummer 32 kommt Michael Hayböck.

Verkürzung, Wank geht in Führung
Deutscher Angriff auf Edelmetall! Andreas Wank springt mit verkürztem Anlauf auf 101 Meter. Er bekommt beim Wind und beim Anlauf gute Punkte dazu und übernimmt die Führung.

Mitfavorit Kranjec nicht am Start, starker Aufwind
Robert Kranjec, ein heißer Medaillentipp ist nach einem Trainingssturz nicht am Start. Eine Bänderüberdehnung zerstört seine Hoffnungen. In der Zwischenzeit weht der Aufwind in Sotschi. Wie gestern, gegen 22 Uhr Ortszeit wird der Wind stärker. Andreas Wank aus Deutschland muss bei zwei Metern Aufwind wieder vom Balken herunter.

Russisches Talent geht in Führung
104 Meter für Michail Maksimoschkin! Das ist die gleiche Weite, wie Gregor Schlierenzauer gestern. Damit geht er natürlich in Führung. Wird nun der Anlauf verkürzt? Der Aufwind ist zurzeit auch gegeben.

Erster Norweger zeigt auf
Die Norweger, zurzeit ein bisschen im Formtief, können einen guten ersten Sprung verbuchen. Anders Jacobsen setzt sich mit 97,5 Metern auf den 2. Platz. Es führt weiterhin Roman Koudelka, auf Platz 3 liegt Sebastian Colloredo aus Italien. Bald wird es ernst, 20 Springer sind bereits herunten, es geht zügig voran.

Enges Springen zu erwarten
Die ersten Springer zeigen bereits gute Weiten rund um den K-Punkt. Wenn sich die Bedingungen und der Anlauf nicht ändern sollten, wird das Springen wohl im Radius entschieden werden. Und dann kommt es auf einen guten Telemark und das notwendige Windglück an.

Gute Bedingungen und erste große Weite
Es geht nur ein ganz leichter Wind an der Schanzenanlage. Hoffentlich bleibt es auch so. Gestern frischte der Wind im Laufe der Qualifikation etwas auf. Mit der Nummer 2 gibt es die erste gute Weite, 98,5 Meter für den Tschechen Roman Koudelka. Keine Überraschung, er ist ein Kleinschanzen-Spezialist.

Startnummern der Favoriten
50 - Kamil STOCH (POL)
49 - Peter PREVC (SLO)
48 - Noriaki KASAI (JAP)
47 - Gregor SCHLIERENZAUER (AUT)
46 - Severin FREUND (GER)
45 - Simon AMMANN (AUT)
44 - Anders BARDAL (NOR)
43 - Andreas WELLINGER (GER)
42 - Thomas DIETHART (AUT)
41 - Robert KRANJEC (SLO)
40 - Thomas MORGENSTERN (AUT)
38 - Jernej DAMJAN (SLO)
32 - Michael HAYBÖCK (AUT)
26 - Andreas WANK (GER)
25 - Gregor DESCHWANDEN (SUI)

Ausgangslage der Österreicher
Alle vier Österreicher sind Mitfavoriten für die Medaillen. Zu den wichtigsten Goldanwärtern zählt zweifelsohne Gregor Schlierenzauer. Olympisches Einzelgold ist der einzige Titel, der dem Rekordmann noch fehlt. Doch Schilerenzauer kämpfte in den vergangenen Wochen mit Formproblemen. Auch beim Training funktionierte es nicht so ganz. Doch er tastete sich ran und zeigte in der gestreigen Qualifikation die Höchstweite.

Michael Hayböck ist der große Außenseitertipp des Bewerbes. Die Nummer 4 im Team zeigte im Training hervorragende Sprünge und war immer bei den Weitesten dabei. Thomas Diethart ist wohl das große Fragezeichen. Zwar waren seine Trainingsleistungen stabil, die Topweiten waren aber nicht dabei.

Und Thomas Morgenstern hat schon gewonnen. Nach seinem Horrorsturz am Kulm kann er nur gewinnen. Außerdem ist er bereits Einzel-Olympiasieger. Er muss also niemanden mehr etwas beweisen. Und gerade das macht ihn gefährlich.

Die internationalen Favoriten
Der Favoritenkreis auf Normalschanzen ist traditionell immer groß. Und nachdem diese Saison bis jetzt unglaublich knapp verlief, ist er noch größer. Auch Außenseiter können um Gold mitkämpfen. Topfavorit sind natürlich die Bestplatzieren im Weltcup, der Pole Kamil Stoch und Peter Prevc aus Slowenien.

Auch die Deutschen sind in Topform. Severin Freund zeigte in der Qualifikation gemeinsam mit Schlierenzauer die Höchstweite. Die Formkurven von Andreas Wellinger und Andreas Wank sind steil ansteigend. Doch auch den Norweger Anders Bardal und den vierfachen Olympiasieger Simon Ammann darf man nicht vergessen.

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