Sotschi 2014: Die Reaktionen auf den Super-G der Herren

Sotschi 2014: Die Reaktionen auf den Super-G der Herren

Der Super-G der Herren bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi wurde zu einem Krimi. Aus österreichischer Sicht leider ein Krimi, mit dessen Entscheidung die heimischen Skistars leider nichts zu tun hatten. Die Reaktionen der Österreicher und der Medaillengewinner.

Zwei Hunderstel Sekunden haben dem Österreicher Otmar Striedinger zum großen Glück bei Sotschi 2014 gefehlt. Zwei Hunderstel, die ihm Bronze gebracht hätten, zeitgleich mit Bode Miller (USA) und Jan Hudec (CAN). Entsprechend geknickt zeigte sich Striedinger im Ziel.

Otmar Striedinger : "Hätte man mir zu Beginn der Saison gesagt, dass ich in Sotschi Fünfter werde, dann hätte ich das Resultat gerne genommen. Mit zwei Hunderstel Rückstand auf Platz drei ist das aber natürlich sehr enttäuschend. Jetzt stehe ich wie ein Volldodel mit Blech da. Bei Olympia zählen leider nur die Medaillen, und für die hat es nicht gereicht."

Auch Max Franz , der das Rennen fünf Hunderstel weiter zurück auf Rang sechs beendete, haderte mit seinem Schicksal. "So ein Rennen musst bis zum letzten Tor runterprügeln. Leider ist mir das ganz unten nicht gelungen." Abhaken ist angesagt. "Es ist schade. Morgen geht der Flieger nach Hause." Die erhoffte große Feier wird es bei ihm zuhause leider nicht geben.

Matthias Mayer ist an einem Tor vorbei gefahren. Schon beim Start hatte er ein Problem. "Ich bin mir auf den Ski gestiegen. So etwas Blödes ist mir noch nie passiert", sagte Mayer zerknirscht. Das war aber nicht die Ursache für seinen Ausfall. Nach rund fünfzig Fahrsekunden ist er an einem blauen Tor vorbei gefahren. Eine Regelwidrigkeit, die mit sofortiger Disqualifikation bestraft wurde. "Ich hatte einen guten Speed drauf, das hätte gut gepasst fürs Flache. Heute ist ein Tag, an dem man sich am liebsten nur niederlegen und vergessen will. Es ist irrsinnig schade. Es gibt noch den Riesenslalom, den werde ich auch noch mitnehmen", sagte Mayer, obwohl er weiß, dass es dort noch ein paar Tore mehr gibt, an denen er vorbei fahren könnte und der Riesenslalom daher logischerweise auch nicht zu seinen Parade-Disziplinen zählt.

Kjetil Jansrud GOLD "Am Start habe ich gedacht, es waren für mich gute Olympische Spiele bis jetzt, aber ich wusste, dass ich im Super-G noch bessere Chancen habe. Als ich die Fahrt von Bode gesehen habe, dachte ich, dass es schwer werden wird. Ich bin dann wie in der Abfahrt stabil und gut gefahren, war aber überrascht, dass ich eine halbe Sekunde Vorsprung auf Bode hatte. Jetzt gehe ich mit einem guten Gefühl in den Riesentorlauf."

Andrew Weibrecht SILBER "Mein Erfolgsgeheimnis? Ich habe nach all meinen Verletzungen hart gearbeitet für mein Comeback und bin jetzt genau im richtigen Rennen in Topform gewesen."

Jan Hudec BRONZE "Diese Spiele sind sehr schön für mich, obwohl ich in den letzten Wochen Probleme mit dem Rücken hatte. Aber jetzt geht es mir wieder besser, deswegen wollte ich heute unbedingt eine Medaille holen."

Bode Miller BRONZE "Es war ein hartes Jahr für mich, um bis zu diesem Punkt zu kommen und eine Medaille zu holen. Das ist heute ein ganz spezieller und berührender Moment für mich. Ich fahre wieder großartig Ski, ich bin so dankbar, dass ich diese Medaille geholt habe. Mein Körper fühlt sich wieder gut an und ich habe Freude am Skifahren. Ich denke, ich werde weitermachen."

Der Super-G der Herren - Der Live-Bericht vom Rennen zum Nachlesen

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