Skispringen: Österreichische Schmach bei Stoch-Sieg

Skispringen: Österreichische Schmach bei Stoch-Sieg

Kamil Stoch ist Doppelolympiasieger. Er gewinnt hauchdünn vor dem Skisprung-Opa Noriaki Kasai und dem Slowenen Peter Prevc. Vor allem der erste Durchgang war von unfairen Windbedingungen geprägt. Thomas Morgenstern und Thomas Diethart konnten sich dadurch nicht einmal für den 2. Durchgang qualifizieren.

Auch andere Mitfavoriten, wie Andreas Wellinger oder Robert Kranjec, wurden im ersten Durchgang vom Winde verweht. Nur Michael Hayböck und Gregor Schlierenzauer konnten sich mit durchschnittlichen Weiten für das Finale qualifizieren. Die allerbesten Springer erwischten aber wieder gute Bedingungen, so führte nach Durchgang 1 Kamil Stoch vor Noriaki Kasai und Severin Freund.

Goldkrimi und Ergebniskorrekturen
Im zweiten Durchgang konnten die ÖSV-Springer nur noch Ergebniskosmetik betreiben. Mit recht guten, aber in keinster Weise medaillenverdächtigen Sprüngen, belegen die Österreicher letztentlich die Plätze 7 (Schlierenzauer) und 8 (Hayböck). Auf den Olympiasieger verlieren beide letztendlich über 20 Punkte.

Der Kampf um die Medaillen wurde zum Krimi. Zuerst zeigte der 4. nach dem ersten Durchgang, der Slowene Peter Prevc, einen hervorragenden Sprung, den der Dritte Severin Freund nicht kontern konnte. Noriaki Kasai setzte einen hervorragenden Sprung in den Schnee. Kurz roch es nach Gold für den 42-Jährigen. Doch Kamil Stoch rettet 1,3 Punkte Vorsprung und gewinnt sein zweites Gold in Sotschi.

Die letzte Chance für die österreichischen Adler ist nun der Teambewerb. Da zählen sie trotz den schwachen Einzelbewerben zu den Goldfavoriten. Der Teambewerb findet am Montag ab 18:15 Uhr statt.

Das Endergebnis
1. Kamil STOCH (POL) - 278,7 Punkte
2. Noriaki KASAI (JAP) - 277,4
3. Peter PREVC (SLO) - 274,8
weiters:
7. Gregor SCHLIERENZAUER (AUT) - 255,2
8. Michael HAYBÖCK (AUT) - 254,7

Das Springen im Ticker
Kamil Stoch ist Doppel-Olympiasieger. 1,3 Punkte rettet der Pole nach einem nicht so guten Sprung gegenüber Noriaki Kasai. Bronze geht an Peter Prevc.

Medaille für Sprungopa
Unglaublich! Der 41-jährige Noriaki Kasai holt seine erste Einzelmedaille bei Olympia. 133,5 Meter bedeuten die Führung. Was für eine Leistung vom Japaner!

Freund fällt zurück
Die deutsche Medaille wackelt! 129,5 Meter für Severin Freund, kein optimaler Sprung. Medaille für Slowenien, Freund muss zittern.

Prevc nimmt Kampf auf
Peter Prevc kämpft um die Medaillen mit. Der 4. nach Durchgang 1 springt bei schlechtem Wind 131,5 Meter. Die drei Führenden nach dem ersten Durchgang müssen jetzt nachlegen.

Absturz von Koivuranta
Auch für die Finnen gibt es keine Überraschungsmedaille. 121,5 Meter für Anssi Koivuranta. Jetzt kommen die besten Vier, welche mehr Vorsprung mitnehmen.

Deschwanden fällt zurück
Auch die Schweiz hat beim Skispringen heute nichts zu lachen. Gregor Deschwanden fällt zurück. Nur 123 Meter, das ist ein Rückschritt: Platz 9. Noch fünf Springer sind oben.

Überraschender Führungswechsel
Wohl niemand hätte den Norweger Anders Fannemel vorm Wettkampf auf der Rechnung gehabt. Doch Fannemel übernimmt mit 132 Metern die Führung. Noch sechs Springer sind oben.

Auch Ito fällt zurück
Platz 4 für Daiki Ito. Damit bleibt Marinus Kraus weiterhin vorne.

Hayböck mit mittelmäßigem Sprung
Es wird eine österreichische Schmach geben heute. Michael Hayböck springt bei miesen Bedingungen auf 125,5 Meter. Platz 3, hinter Schlierenzauer. Dieser Wettkampf ist abzuhacken aus ÖSV-Sicht.

Und wieder weht der Rückenwind
Der 10. nach dem 1. Durchgang, Taku Takeuchi, stürzt ab. Der Wind weht wieder von hinten. Und jetzt kommt der letzte Österreicher: Michael Hayböck.

Noch 10 Springer oben
Und es führt noch immer der Deutsche Marinus Kraus vor Schlierenzauer und Shimizu.

Schlierenzauers Abschneiden hat auch was positives
Einzelgold war das letzte große Ziel des Gregor S. Jetzt muss er fast bis 2018 weitermachen. Ansonsten wird er zu den Unvollendeten zählen. Da wäre er aber in guter Gesellschaft: Unter anderem Janne Ahonen und Adam Malysz konnten nie Einzelgold bei Olympia gewinnen. Schlierenzauer hat zumindest mit dem Team bereits Gold geholt.

Akzeptabler Sprung von Schlierenzauer
130,5 Meter bei verkürztem Anlauf nach langer Wartezeit, das ist in Ordnung. Es reicht dennoch nur für Platz 2. Der Traum von Einzelgold ist geplatzt.

Verkürzter Anlauf
Schlierenzauer muss ein Gate weniger nehmen und die Bedingungen sind wieder schlechter.

Schilerenzauer darf nicht runter
Die Bedingungen waren zu gut, Schlierenzauer muss wieder vom Zitterbalken herunter.

Es ist wieder zäh
Der Rückenwind hat wieder eingesetzt. Dementsprechend kommt zurzeit niemand an die Führenden heran. 12 Springer sind bereits unten.

Deutsche Zwischenführung
140 Meter für Marinus Kraus. Er war vor dem Bewerb ein Mitfavorit und ein Opfer der Windlotterie.

Schanzenrekord von Vassiliev
144,5 Meter: Was für ein Sprung von Dmitry Vassiliev! Aber er greift leicht in den Schnee und ist deswegen nur 2. hinter Ammann.

Guter Ammann-Abschied von Olympiabühne
Es war wohl der letzte Olympia-Sprung des vierfachen Olympiasiegers Simon Ammann. Mit 131 Metern verabschiedet er sich anständig, zufrieden mit dem Bewerb wird er aber wohl nicht sein.

Es geht weiter
Der 2. Durchgang beginnt. Hoffentlich unter faireren Bedingungen.

Keine Chance für Österreicher
Kamil Stoch, Noriaki Kasai und Severin Freund dürften sich die Medaillen untereinander ausmachen. Die Österreicher haben keine Chancen auf die Medaillen, außer der 2. Durchgang versinkt im Chaos. Fair war dieser 1. Durchgang aber sicher nicht. Michael Hayböck ist 9., Rückstand auf Bronze: 12,9 Punkte. Gregor Schlierenzauer qualifiziert sich als 14. für's Finale. Thomas Diethart und Thomas Morgenstern sind nicht im zweiten Durchgang.

Zwischenstand nach dem 1. Durchgang
1. Kamil STOCH (POL) - 143,4 Punkte
2. Noriaki KASAI (JAP) - 140,6
3. Severin FREUND (GER) - 140,2
4. Peter PREVC (SLO) - 134,5
5. Anssi KOIVURANTA (FIN) - 130,9

weiters:
9. Michael HAYBÖCK (AUT) - 127,3
14. Gregor SCHLIERENZAUER (AUT) - 124,6

Nicht im zweiten Durchgang:
Thomas DIETHART, Piotr ZYLA, Robert KRANJEC, Thomas MORGENSTERN, Andreas WELLINGER.

Traumsprung von Kamil Stoch
Stoch springt 139 Meter und bekommt sogar eine Note 20. Während die Österreicher aus dem Medaillenrennen fliegen, kämpft Kamil Stoch um sein zweites Gold: Er führt nach dem ersten Durchgang.

Favoriten nutzen Bedingungen
Auch Peter Prevc ist wieder heißt auf eine Medaille: 135 Meter für den Silbermedaillen-Gewinner auf der Normalschanze: Zurzeit Platz 3.

Skisprungopi kämpft um Gold
Unglaublich, der 42-jährige Noriaki Kasai springt 139 Meter. Das ist die Führung für Kasai.

Schlierenzauer zurück
Für Einzelgold wird es wohl auch heute nicht reichen, doch Schlierenzauer ist zumindest dabei. Zusammen mit Michael Hayböck hält er die Fahne hoch. 11. Platz.

Freund auf Medaillenkurs
Deutscher Angriff auf Gold: Severin Freund setzt 138 Meter in den Schnee. Und er landet mit einem Telemark, super Noten. Das ist die Führung für Freund.

Ammann auch ohne Chancen
Viel Aufwind am Schanzentisch, massig Skipendler, unten Leere und Absturz: 125,5 Meter für Simon Ammann. Ihm geht es gleich wie allen, keine Chance, Platz 24.

Bardal mit akzeptablem Sprung
Anders Bardal kommt immerhin auf 127,5 Meter. Damit ist er auch meilenweit weg von den Medaillen. Immerhin Platz 13 für den Normalschanzen-Bronzenen.

Und der Nächste ist draußen
Der nächste Mitfavorit stürzt hab, nur 117 Meter für Andreas Wellinger aus Deutschland. Es gibt auch keinen 2. Durchgang für ihn. Das Olympiaspringen wird zur Farce!

Auch Diethart stürzt ab
Jetzt ist das Springen irregulär! Thomas Diethart ist weg vom Medaillenfenster. Der Wind lässt nicht mehr zu, obwohl er den Sprung verpatzt, Platz 25. 2. Durchgang: fraglich.

Auch Kranjec draußen
Nur Platz 29 für Robert Kranjec. Gibt es ein Favoritensterben?

Morgenstern verpatzt Sprung komplett
Nur 122 Meter für Thomas Morgenstern, das war's für heut! Doch die Bedingungen waren auch Schuld. Viel zu viel Aufwind über dem Vorbau. Nur Platz 31. Hätte man ihn bei diesen Bedingungen runterlassen dürfen?

Weiter Sprung bei guten Verhältnissen
137,5 Meter für Daiki Ito. Er hatte viel Aufwind und setzt einen guten Telemark. Platz 4 aufgrund der Abzugspunkte.

Zwischenstand nach 35 Springern
1. Anssi KOIVURANTA (FIN) - 130,9 Punkte
2. Gregor DESCHWANDEN (SUI) - 130,3
3. Anders FANNEMEL (NOR) - 129,5
4. Michael HAYBÖCK (AUT) - 127,3

Keine Chance dank des Windes
Nach Hayböck drehte der Wind. 10 Pluspunkte dank Rückenwind. Der Pole Piotr Zyla hat keine Chance. Es geht zäh her.

Kein optimaler Sprung von Hayböck
Zwar 134 Meter für die österreichische Hoffnung, doch die Landung ging schief und beim Wind gibt es Abzugspunkte. Nur Platz 4, damit wird es schwer werden im Kampf um die Medaillen.

Führung geht nach Finnland
Anssi Koivuranta übernimmt die Führung. Jetzt wird es aber ernst. Michael Hayböck springt gleich.

Schweizer Hoffnung in Führung
Gregor Deschwanden, der designierte Nachfolger von Simon Ammann, übernimmt mit einem hervorragenden Sprung auf 134,5 Meter deutlich die Führung. Es geht schon recht weit.

Springen nimmt Fahrt auf
Schön langsam kommen die Weiten. Reruhi Shimizu übernimmt mit 130 Metern die Führung. Bald kommt der erste Österreicher, Michael Hayböck, an die Reihe.

20 Springer unten - Zwischenstand
1. Mackenzie BOYD-CLOWES (CAN) - 120,1 Punkte
2. Roman KOUDELKA (CZE) - 119,1
3. Sebastian Colloredo (ITA) -116,7

Ein bisschen Glück notwendig
Der Wind dreht immer wieder. Nach 10 Springern müssen die Athleten nun mit einem Luftzug von hinten kämpfen. Das nötige Windglück könnte heute also entscheidend sein.

Der Wind weht von vorne
Die frühen Springer haben sehr gute Bedingungen. Der Aufwind ist zwar nicht mehr so stark, wie noch im Probedurchgang, aber doch noch merklich vorhanden. Es geht die Meinung herum, dass der Wind im Laufe des ersten Durchgangs einschlafen könnte. Das wäre natürlich ein Vorteil für die Underdogs. Roman Koudelka aus Tschechien übernimmt in der Zwischenzeit mit 128 Metern die Führung.

Es geht los
Die Startnummer 1, Nicholas Alexander aus den USA, ist gesprungen, 111,5 Meter. Bis zu den richtig guten Springern dauert es natürlich noch ein bisschen. Michael Hayböck mit der Nummer 29 ist als erster Medaillenanwärter an der Reihe.

Verschiebung
18:30 Uhr: Die Schanze ist leer. Noch nicht einmal Vorspringer sind am Start. Der Start wurde einmal auf 18:45 Uhr verschoben.

Schwierige Bedingungen
Nachdem die Skispringen bis jetzt kaum mit den Wind in Sotschi zu kämpfen hatten, sieht es heute anders aus. Böen von bis zu fünf Metern pro Sekunde machten den Probedurchgang zu Windlotterie: Abbruch nach Nummer 30. Der erste Durchgang soll um 18:30 Uhr beginnen.

Die wichtigsten Startnummern
50 - Kamil STOCH (POL)
49 - Peter PREVC (SLO)
48 - Noriaki KASAI (JAP)
47 - Gregor SCHLIERENZAUER (AUT)
46 - Severin FREUND (GER)
45 - Simon AMMANN (SUI)
44 - Anders BARDAL (NOR)
43 - Andreas WELLINGER (GER)
42 - Thomas DIETHART (AUT)
41 - Robert KRANJEC (SLO)
40 - Thomas MORGENSTERN (AUT)
39 - Marinus KRAUS (GER)
36 - Jernej DAMJAN (SLO)
31 - Richard FREITAG (GER)
29 - Michael HAYBÖCK (AUT)

Streitigkeiten im ÖSV-Team
Bei den österreichischen Skispringen fliegen die Fetzen, die Vorbereitung auf das Großschanzen-Springen wurde dadurch sicher beeinflusst. Gregor Schlierenzauer ist sauer: Er durfte seinen privaten Trainer nicht nach Sotschi mitnehmen und sieht seine Vorbereitung damit negativ beeinflusst. Chefcoach Alexander Pointner kontert: Niemand dürfe das. Schlierenzauer hingegen warf Pointner indirekt eine Bevorteilung von Thomas Morgenstern vor. Offiziell sind die Streitigkeiten zwar kein Thema mehr, doch hinter verschlossenen Türen dürften noch immer die Fetzen fliegen.

Gleichzeitig gibt es einen Spionage-Skandal im österreichischen Team. ÖSV-Innovationschef Toni Giger machte während des Bewerbs auf der Normalschanze Fotos von Skispringen anderer Nationen vom Schanzenturm aus. Das ist verboten, niemand weiß außerdem, wie Giger da überhaupt hingekommen ist. Simon Ammann zeigte das Vorgehen bei der FIS an. Konsequenzen gibt es keine.

Normalerweise dürfen keine Betreuer auf den Schanzenturm mit. Lediglich Thomas Morgenstern hat nach seinem Sturz vom Kulm eine Ausnahmegenehmigung, einen Physiotherapeuten mitzunehmen. Diese Ausnahmegenehmigung drohte nach dem Skandal abgeschafft zu werden. Die anderen Skiverbände zeigten sich Morgenstern gegenüber jedoch kulant. Noch so eine Aktion hätte aber wohl ernsthafte Konsequenzen für die österreichischen Springer.

Ausgangslage der Österreicher
Österreichs heißestes Eisen ist wohl wieder Michael Hayböck. Der Newcomer wurde Fünfter von der Normalschanze, wo er bereits absoluter Goldfavorit war. Seine Vormachtstellung im österreichischen Team bestätigte er auch im Training von der Großschanze.

Thomas Diethart ist Hayböck aber dicht auf den Fersen. Nach Blech von der Normalschanze und guten Trainingssprüngen will Diethart sicherlich sein Momentum nützen. Bei den routinierten ÖSV-Springern sieht die Sache anders aus. Gregor Schlierenzauer muss sich mit Streitigkeiten herumschlagen, experimentierte im Training mit dem Materal und zeigte entsprechend sehr unterschiedliche Leistungen.

Thomas Morgenstern konnte sich im Training zwar von Sprung zu Sprung steigern, zur Spitze fehlen aber noch einige Meter. Ganz abschreiben darf man die beiden Superstars aber nicht.

Die internationalen Favoriten
Topfavorit ist wieder der Kleinschanzen-Olympiasieger Kamil Stoch aus Polen. In den Trainings war er trotz eines heftigen Sturzes immer mehrere Meter vor seinen Konkurrenten. Den Gesamtweltcup-Zweiten Peter Prevc aus Polen darf man auch nicht vergessen, er gewann im ersten Bewerb Silber.

Zu den weiteren Favoriten zählen Bronzemedaillen-Gewinner Anders Bardal aus Norwegen, der 42-jährige Skisprung-Opa Noriaki Kasai und Robert Kranjec aus Slowenien, der nach einem Sturz auf der Normalschanze aber angeschlagen ist. Genau wie Severin Freund. Der Fünfte im Gesamtweltcup wird trotzdem alles auf eine Karte setzen. Seine deutschen Teamkollegen Andreas Wellinger, Marinus Kraus und Richard Freitag zeigten im Training auch hervorragende Leistungen.

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