Paralympics: Lösch sorgte mit elfter Medaille für Happy End

Paralympics: Lösch sorgte mit elfter Medaille für Happy End

Claudia Lösch hat zum Abschluss der Winter-Paralympics in Sotschi mit Silber im Riesentorlauf für ein Happy End gesorgt. Die 25-jährige Niederösterreicherin verbesserte sich von Platz fünf auf Rang zwei und musste sich nur der mit fünf Goldenen überragenden Monoskifahrerin Anna Schaffelhuber (GER) geschlagen geben. Mit insgesamt elf Medaillen gewann Österreich so viele wie in Vancouver.

Lösch, die bis zum Schlusstag unter ihren Erwartungen geblieben war, startete im zweiten Riesentorlauf-Durchgang der Sitzend-Kategorie aus scheinbar aussichtsloser Position. Doch die dreifache österreichische Behindertensportlerin des Jahres riskierte wie immer alles und eroberte noch ihre zweite Silbermedaille bei diesen Spielen. Nach ihrem Sturz in der Super-Kombi hatte man Lösch noch vorgeworfen, viel zu viel riskiert zu haben. Sie hätte nur ins Ziel zu kommen brauchen. Lösch beharrte: "Bei mir gibt's nur Vollgas."

Im letzten Moment wurde damit auch die Vancouver-Medaillenbilanz egalisiert, die rot-weiß-rote Bilanz lautete am Ende 2 Gold-, 5 Silber-, 4 Bronzemedaillen und damit Platz neun im Medaillenspiegel. "Das ist ein versöhnlicher Abschluss", strahlte Lösch. Der Superstar bei den sitzenden Damen war die Deutsche Anna Schaffelhuber mit Gold in allen fünf Alpin-Disziplinen. Mit insgesamt 80 Medaillen, davon alleine 30 in Gold, war Gastgeber Russland die überragende Nation.

Michael Kurz, der als einziger nordischer ÖPC-Athlet in Sotschi alle Einzeldisziplinen in Biathlon und Langlauf bestritten hatte, erreichte zum Abschluss über 10 km Freistil Platz 13 und blieb damit ohne Medaille.

Junge machen Hoffnung auf 2018

ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat bilanzierte zufrieden. "Es sind gleich viele Medaillen wie in Vancouver geworden. Und das mit weniger Athleten und nur einer Athletin. Daher bin ich sehr, sehr zufrieden." Laut Rauch-Kallat "waren es gute Spiele, es waren schwierige Spiele, es waren die Bedingungen für alle Athleten extrem herausfordernd. Umso mehr sind die Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler zu bewerten und anzuerkennen", sagte die Ministerin a.D., die auch mit Platz neun zufrieden war. "Top Ten - das ist ein ganz tolles Ergebnis für ein so kleines Land wie Österreich, das auch im Behinderten-Wintersport eine ganz große Nation ist."

Die beiden Goldmedaillen von Österreichs erfolgreichstem Sotschi-Starter Markus Salcher - er gewann auch noch eine Bronzemedaille - bezeichnete Rauch-Kallat als "Topereignis dieser Spiele". Vor allem die Leistungen der jungen Athleten wie Salcher oder Roman Rabl (drei Bronzemedaillen), der auch erst 21 Jahre alt ist, würden Hoffnung für Pyeongchang 2018 machen.

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