Matthias Mayer, der GOLDMEDAILLEN-Gewinner in der Abfahrt der Herren - ein Portrait

Matthias Mayer, der GOLDMEDAILLEN-Gewinner in der Abfahrt der Herren - ein Portrait

Die erste Goldmedaille für Österreich bei den Olympischen Spielen von Sotschi: Überraschungssieger Matthias Mayer gewinnt die Olympia-Abfahrt in Sotschi. Der erst 23 Jahre Kärntner ist damit der aus österreichischer Sicht erste große Star von Sotschi 2014.

2:06:23 ist eine Zahl, die sich Matthias Mayer wohl ein Leben lang merken wird. Es ist die Zeit, die er heute, am 9. Februar 2014, mit Startnummer 11 brauchte, um in Sotschi die 3,5 Kilometer lange Abfahrtspiste ins Ziel zu fahren. Es sollte eine Zeit sein, die niemand mehr unterbieten konnte. Mayer ist damit der erste österreichische Olympiasieger in der Herren-Abfahrt seit Fritz Strobl, dem dieses Kunststück in Salt Lake City gelang.

23 Jahre ist Mayer erst alt, und damit für einen Top-Abfahrer vergleichsweise jung. Es ist erst seine erste Saison im Weltcup, und dort hat er wohl noch eine lange Karriere vor sich. Auf der Familien-Website www.mayersite.at präsentiert sich Matthias noch als echter Rookie. "Im kommenden Winter trefft ihr mich im SKI Weltcup!" steht dort, dazu gibt es ein Foto, auf dem Matthias sein Grinsen zeigt, das seit seinem Freudensprung auf das Siegerpodest die ganze Welt kennt.

Im Weltcup hatte Mayer bisher noch kein Rennen gewonnen - wie auch der Olympiasieger von Sarajevo 1984, Bill Johnson, bevor er die Goldene geholt hat. Mayer hatte es bisher aber noch nicht einmal auf ein Siegerpodest geschafft. Das muss er, der gleich beim ersten sportlichen Großereignis seiner noch jungen Karriere Gold geholt hat, eben nachholen. Er hat dafür ja noch ein paar Jahre Zeit.

Goldjunge aus Afritz

Der aus Afritz in Kärnten stammende Mayer ist eigentlich ein Super-G-Spezialist wie sein beinahe Namensvetter Hermann Maier. Doch was soll das schon heißen? Ein Skifahrer ist er eben, wie schon sein Helmut Vater, der 1988 in Calgary im Super-G Olympia-Silber holen konnte.

Ob er im Weltcup davor einmal gewonnen hat oder nicht wird ihm jetzt auch völlig egal sein. Bei der Flower-Zeremonie im Zielstadion hat der neue "Olympic Champion" aus Österreich einen Freudensprung aufs Siegerpodest gemacht und wieder gegrinst wie er es schon seit Tagen in Sotschi macht. Man konnte ihm ansehen, wie bewegt er war. Der Bundeskanzler gratulierte, und auch das passiert nicht jeden Tag.

Herrgottswinkel

Seine Mutter Margret dankte daher auch demütig dem Herrgott, dass dieser ihrem Sohn so auserwählt hat. "Das ist ein Moment, wo sich Himmel und Erde verbinden. Einer, an dem du nicht definieren kannst, worum es überhaupt geht. Ich möchte das auch gar nicht. Ich bin dankbar und voll demütig", sagte sie, "dass er so beschützt und behütet ist von unserem Herrgott. Es ist ein Traum, einfach unbeschreiblich!" Und dann stellte die Mama noch eine schwer zu beantwortende Frage: "Jetzt habe ich einen Abfahrts-Olympiasieger daheim, was soll ich mit dem machen?"

Im ersten Anlauf könnte Mama Mayer die jetzt sicher haufenweise eintrudelnde Fanpost beantworten, denn was man sonst noch wissen kann über Mayer: Er ist noch unverheiratet und seit heute damit wohl einer der begehrtesten Junggesellen im Lande. Hobbys hat er übrigens auch: Mountainbiken und Freunde. Zu den Freunden werden jetzt wohl einige dazu kommen. Mayer wird lernen müssen, die echten darunter zu erkennen.

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