Marlies Schild: "SILBER fühlt sich wie Gold an, ich habe nichts verloren!"

Marlies Schild: "SILBER fühlt sich wie Gold an, ich habe nichts verloren!"

Slalom-Queen Marlies Schild, die sich im Damen-Slalom der Olympischen Winterspiele von Sotschi 2014 nur der überlegenen Mikaela Shiffrin (USA) geschlagen geben musste über ihr Rennen: "Nach dem ersten Lauf wusste ich nicht, was ich tun sollte."

Im ersten Gold verloren, im zweiten Silber gewonnen. Kann man das so sagen?

Marlies Schild: Ja. Es fühlt sich nicht wie Gold an, aber ich habe eine Silbermedaille gewonnen, ich habe nichts verloren. Mikaela (Shiffrin/Anm.) fährt da wie auf Schienen, das muss ich neidlos anerkennen. Das passt ganz gut so.

Was haben Sie sich gedacht, als Sie gesehen haben, wie weich die Verhältnisse sind?

Schild: Wenn es hart und eisig ist, ist es meine Sache. Ich habe heute versucht, positiv zu bleiben. Ich habe gehofft, dass das Salz durch den Regen besser zieht, aber der Schnee war wirklich, wirklich tot. Ich ersten Durchgang habe ich versucht zu pushen, aber der Schnee ist unter meine Skiern weggegangen. Ich habe mich gefühlt wie der letzte Mensch. Ich dachte, ich bin noch weiter hinten. Da habe ich schon mal ein bischen den Kopf hängen gelassen. Ich war echt enttäuscht. Das sind natürlich nicht so ganz meine Verhältnisse, aber man muss natürlich auch alles fahren. Ich hatte viel zu ändern und bin glücklich und stolz, dass es so gut aufgegangen ist und ich Silber gewonnen habe.

Was haben Sie alles verändert für den zweiten Durchgang?

Schild: Alles - in meinem Kopf. Rein fahrtechnikmäßig. Ich habe im Ziel nicht gewusst, was ich jetzt machen soll, dass da etwas anders ist im zweiten Lauf. Ich habe mit Stefan Bürgler (ÖSV-Trainer/Anm.) das Video angeschaut und in meinem Kopf den Plan gemacht, so mach' ich es jetzt. Die Hoffnung war, dass es funktioniert. Und es hat recht gut funktioniert. Wie war das Warten im Zielraum und als Sie sahen, dass es Mikaela Shiffrin mal kurz ausgehoben hat?

Schild: Ein ganz kurzes Hoffen war schon da, das ist klar. Aber das ist ja normal, es wäre komisch, wenn es anders wäre. Aber sie ist relativ schnell wieder reingekommen, das zeugt auch von ihrer Klasse.

Sie haben vier Olympiamedaillen, Gold ist nicht dabei.

Schild: Die Goldmedaille wäre ein Traum gewesen. Aber ich will heute nicht sagen, dass ich etwas verloren habe. Ich darf morgen wieder eine Medaille abholen, ich möchte mich einfach darauf freuen und nicht irgendwas nachtrauern. Die Goldene wird es nicht mehr werden, aber ich habe vier andere Medaillen, das ist auch schon mehr, als viele andere haben und mehr, als ich mir je erträumt habe.

Wie haben Sie den Ausfall ihrer Schwester Bernadette miterlebt?

Schild: Natürlich ist das hart für sie, nicht ins Ziel zu kommen. Ich hätte meiner Schwester auch eine Medaille gewünscht. Aber sie wird noch viele Chancen bekommen, Medaillen zu machen, und sie wird das in Zukunft auch tun.

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