Kitz-Sieger Hannes Reichelt fällt wegen Bandscheibenvorfall in Sotschi aus

Kitz-Sieger Hannes Reichelt fällt wegen Bandscheibenvorfall in Sotschi aus

Aus der Traum: Nur wenige Stunden nach der Nominierung ins Olympia-Team und zwei Tage nach dem Sieg in Kitzbühel muss Hannes Reichelt wegen eines akuten Bandscheibenvorfalls die Saison vorzeitig beenden. Er wird in Sotschi nicht an den Start gehen können.

So nah liegen im Sport Siegesglück und Enttäuschung beisammen: Nur wenige Stunden nach seiner Nominierung in das Aufgebot für die Olympischen Spiele in Sotschi ist für Hannes Reichelt, den Triumphator im Abfahrtslauf von Kitzbühel, der Traum von Olympiagold wieder verflogen.

Schon vor den Rennen in Kitzbühel hatte Reichelt starke Rückenschmerzen. Nach dem Sturz im Super-G vom Sonntag waren diese akut geworden. Bei einer Magnet-Resonanz-Untersuchung wurde ein schwerer Bandscheibenvorfall diagnostiziert und Reichelt sofort einer Notoperation unterzogen. Reichelt, der nach Kitzbühel in den Speed-Disziplinen als Fixstarter bei Olympia gesetzt war, fällt damit für den Rest der Saison aus. "Zum Glück habe ich mich heute noch zu dieser Untersuchung entschlossen, sonst hätte das schlimme Folgen für mich haben können", erklärte Reichelt.

"Hannes ist in der Form seines Lebens und das ist natürlich sehr bitter, aber die Gesundheit geht vor. Wir wünschen ihm alles Gute und schnelle Genesung, damit er bald wieder zurückkommt", meinte ÖSV-Sportdirektor Hans Pum. Reichelt hatte sich wegen seiner Rückenprobleme erst kurz vor dem Start zum Antreten in der Abfahrt von der Streif entschlossen.

Zwangspause statt Schonung

Nach dem Rennwochenende in Kitzbühel hatte Reichelt noch davon gesprochen, dass die Therapie gut anspreche und er sich auf zwei Tage Erholung freue. Nun wird diese Erholungspause gezwungener Maßen länger dauern.

Dass er den bisher größten Erfolg seiner Karriere unter extremen Rückenschmerzen einfuhr Reichelt wollte nicht an die große Glocke hängen. Auch ÖSV-Cheftrainer Mathias Berthold gestand, dass Reichelts Start schon am Samstag am seidenen Faden hing. "Ich war sehr skeptisch. Bei der Besichtigung hat Hannes gemeint, dass er nicht weiß, ob es gehen wird."

Reichelt selbst bezeichnet sich als "Verfechter gegen Schmerzmittel", aber für den Start auf der Streif hatte selbst er eines geschluckt: "Für die Streif tut man alles, noch dazu, wenn man in Form ist." Für Olympia wird ein Schmerzmittel nun nicht mehr reichen. Anstelle von Reichelt darf sich Joachim Puchner über einen Platz im Olympia-Aufgebot freuen. Für eine Teilnahme bei einem Rennen muss er allerdings noch die interne Qualifikation schaffen.

Dem Autor auf Twitter folgen:


Sotschi 2014

36-jähriger ehemaliger Slalomweltmeister erklärt seinen Rücktritt vom aktiven Sport.
 

Wintersport

Ex-Slalomweltmeister Manfred Pranger beendet Karriere

Einen gelungenen Aprilscherz hat sich der Skifahrer Felix Neureuther erlaubt. Im bayrischen Radio erklärte er, in Zukunft für den ÖSV starten zu wollen.
#Felix Neurauther
 

Wintersport

April, April! Felix Neureuther startet (nicht) für den ÖSV

Ski-Rennläuferin Maria Höfl-Riesch hat knapp dreieinhalb Wochen nach den Olympischen Spielen in Sotschi ihren Rücktritt erklärt.
 

Wintersport

Maria Höfl-Riesch tritt zurück