Hochsicherheitslager Sotschi: Armee bereitet sich auf Olympia vor

Hochsicherheitslager Sotschi: Armee bereitet sich auf Olympia vor

Die Terrorangst in Sotschi sitzt tief. Zwei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele bringt sich das russiche Militär in Stellung. Drohungen von Terroristen versetzen Politik und Sportler in einen Angstzustand, es drohen Militärspiele.

Auch die US-Regierung bietet Hilfe an. Das Pentagon hat zwei Kriegsschiffe im Schwarzen Meer zur Verfügung gstellt. Den ersten großen Aufruhr verursachte die Drohung des islamistischen Terroristenführers Doku Umarow. Er will Olympia mit "allen Mitteln, die Allah erlaubt" verhindern. Verstärkt wird die Angst durch die beiden Terroranschläge in Wolwograd Ende Dezember. Mehr als 30 Menschen starben, die Selbstmordattentäter bestätigten, auch Sotschi im Blick zu haben.

Die Männer stammen vermutlich aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Das islamisch geprägte Konfliktgebiet im Nordkaukasus liegt in der Nähe von Sotschi. Anti-Terror-Einsätze kosteten mindestens acht weiteren Menschen das Leben. Das Staatsfernsehen zeigt demonstrativ, wie Uniformierte mit schwerem Feuer Gebäude in Schutt und Asche legen, in denen sich Terroristen verschanzt haben sollen. Die Leichen werden wie Trophäen präsentiert.

Mehr als 60.000 Streitkräfte in Sotschi
Kremlchef Wladimir Putin setzt auf mehr als 60.000 Streitkräfte sowie auf einsatzbereite U-Boote, Helikopter, Drohnen und Abwehrraketensysteme. Der russische Geheimdienst überwacht dazu noch Telefonate, E-Mails, Chats und Messengerdienste. 5.500 Kameras dienen zur Videoüberwachung. Menschenrechtler beklagen, dass der Geheimdienst unbegrenzte Vollmachten habe. Vor allem Kritiker der Spiele und Regierungsgegner bekommen den Druck zu spüren.

Neben der Kaukasusregion gibt es noch weitere Krisenherde, die die Spiele gefährden könnten. Die Olympia-Anlagen grenzen direkt an das von Georgien abtrünnige Konfliktgebiet Abchasien, das Russland als unabhängigen Staat anerkennt. Georgien hatte die Kontrolle über die Region 2008 in einem Krieg gegen Russland verloren. Das Land kritisiert nun, dass die Russen ihre Grenze samt Sicherheitszone vorübergehend bis ins Innere Abchasiens verlegt haben.
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