Google marschiert gegen Putin: Regenbogen-Parade Doodle zum Olympia-Start

Google marschiert gegen Putin: Regenbogen-Parade Doodle zum Olympia-Start

Zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi setzt Google mit seinem Doodle des Tages ein Zeichen gegen die Diskriminierung Homosexueller, auch aktiven Sportler, im Russland Putins. Mit dem in den Regenbogen-Farben gehaltenen Doodle mahnt Google an die Olympische Charta, die Sport zu einem Menschenrecht ohne Diskriminierung jeglicher Art erklärt.

Die Regenbogenfahne ist das Zeichen der Homosexuellen-Bewegung. Russland steht unter anderem wegen seines Umgangs mit Homosexuellen in der Kritik, viele Sportler und Politiker mahnten daher vor dem Start der Winterspiele am Freitag in Sotschi zur Wahrung der Rechte aller Teilnehmer und Zuschauer. Im Russland Putins tut man sich bekanntlich schwer mit dem Thema Homosexualität. In dem Riesenland ist es verpönt, offen über Homosexualität zu reden. In Gegenwart von Minderjährigen ist das sogar strafbar. Ein neues russisches Gesetz verbietet die "Propagierung von Homosexualität".

"Die Ausübung von Sport ist ein Menschenrecht. Im Sinne des olympischen Gedankens muss jeder Mensch die Möglichkeit zur Ausübung von Sport ohne Diskriminierung jeglicher Art haben. Dies erfordert gegenseitiges Verstehen im Geist von Freundschaft, Solidarität und Fairplay." So steht es in der Olympischen Charta festgehalten.

Mit dem Doodle des Tages ermahnt Google an die Charta. Sportler sind durch diese Charta vor Diskriminierungen aller Art geschützt. Drauf wies auch Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees IOC, im Vorfeld der Eröffnung der Olympischen Spiele in Sotschi hin. Explizit erwähnte Bach, dass dies auch für die sexuelle Orientierung der Sportler gelte.

Putin: Olympia kein Ort für Schwulendebatte

Bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte kurz vor der Eröffnung der Winterspiele machte Putin klar, dass er sich in seine Politik nicht dreinreden lassen werde. "Ich weiß, dass Sie humanitären Fragen und Menschenrechten immer viel Beachtung schenken", sagte Putin, "allerdings dürften Sport und Politik nicht vermischt werden."

Die russische Gruppe "All Out", die für die Rechte von Homosexuellen eintritt, erklärte, die Polizei habe am Freitag vier ihrer Aktivisten festgenommen. Sie hätten ein Banner in Sankt Petersburg ausgerollt, auf dem gestanden sei: "Diskriminierung ist nicht vereinbar mit der Olympischen Bewegung".

Rückendeckung von Obama

US-Präsident Barack Obama hatte den homosexuellen Mitgliedern der US-Olympiadelegation erst am Donnerstag erneut den Rücken gestärkt. Die USA wollten demonstrieren, dass sie sich keinerlei Diskriminierung beugten, auch nicht solcher "auf der Grundlage sexueller Orientierung".

Zum Artikel "Schwul, na und? Coming-Outs in der Wirtschaft und der Einfluss auf Karriere".

Vor dem Beginn der Spiele zeigte sich Bach offen für Debatten. "Man kann nie politische Diskussionen verhindern. Es gilt das Recht der Redefreiheit für jeden." Zur Kritik von Menschenrechtlern und Aktivisten sagte der IOC-Präsident, das Internationale Olympische Komitee (IOC) gehe allen konkreten Hinweisen auf Verstöße nach.

Download: Olympische Charta (PDF, englisch)

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